Gute Schreibgewohnheiten

Wegweiser zu guten (Schreib-)Gewohnheiten

Gedanken zum Buch Einfach dranbleiben! Erfolgsgewohnheiten für Kreative von Heide Liebmann

Beim Lektorieren ist Kreativität weniger gefragt. Eine Lektorin braucht neben Liebe zur Sprache fundiertes Sprachwissen zu Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung, verlässliches Sprachgefühl und eine gute Portion Einfühlsamkeit in den Sprachstil eines Autors, einer Autorin – aus diesen und weiteren Zutaten entsteht dann ein Sprachwerk, das sich sehen lassen kann.

Erfolgsgewohnheiten stehen im Zentrum von Heide Liebmanns Buch und natürlich können auch Lektorinnen solche Gewohnheiten gut gebrauchen. Aber ich stelle das Buch heute an dieser Stelle für die Autorinnen und Autoren vor, deren Manuskripte ich lektoriere. Denn vom ersten Impuls, ein Buch zu schreiben, bis zum fertigen Manuskript ist es ein langer Weg. Es mag einige geniale Menschen geben, die ihre Texte ohne großes Zögern mehr oder weniger aus dem Ärmel schütteln (selbst im Sachbuchbereich habe ich das schon andachtsvoll staunend erlebt ;)). Für die meisten Schreibenden ist der Prozess deutlich mühsamer und verläuft oft in Wellenbewegungen: Auf produktive Schreibphasen folgen Phasen der Stagnation und möglicherweise Phasen der Zweifel an einzelnen Kapiteln oder sogar am gesamten Buchprojekt. Für die Mehrzahl der angehenden Autor*innen also, mich eingeschlossen, können Erfolgsgewohnheiten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Buchprojekts beitragen. Wäre es nicht wunderbar, wenn das Schreiben so einfach und unaufgeregt gelänge und in den Arbeitalltag passte wie das Zähneputzen?

Schreibratgeber und Bücher zum kreativen Schreiben, die sich mit Schreibblockaden und Übungen zu deren Überwindung beschäftigen, gibt es in großer Zahl. Sicherlich lassen sich dort viele Ansätze dafür finden, wie man mit dem Schreiben eines Buchmanuskripts vorankommt. „Einfach dranbleiben“ setzt an einer anderen, tieferen Stelle an. Ausführlich und gut verständlich und nachvollziehbar schildert Heide Liebmann in ihrem Buch, weshalb Gewohnheiten so wichtig sind, wie sie zur Kreativität beitragen – also auch zum Schreiben –, und vor allem, wie sich gute Gewohnheiten zunächst finden und anschließend etablieren lassen.
Besonders nützlich ist der 35-Tage-Plan, der ganz konkret dabei hilft, eine neue Gewohnheit auch wirklich so zu verinnerlichen, dass sie in Fleisch und Blut übergeht und schließlich so wenig Nachdenken erfordert wie das tägliche Zähneputzen. Schon das Cover ermutigt, den Weg zur neuen Gewohnheit wenigstens auszuprobieren: Wenn man dem gelben Faden folgt, wird hoffentlich nichts schiefgehen.

Welche konkrete Gewohnheit zum eigenen Schreiberfolg beitragen kann, muss man allerdings selbst herausfinden. Im Buch finden sich viele gute Tipps und viele Hintergrundinformationen dazu. Erfolg ist nichts, was objektiv messbar ist, entsprechend ist dass, was ein Mensch unter Erfolgsgewohnheiten versteht, sehr individuell geprägt und von vielen Faktoren bestimmt, die sich im Lauf der Jahre ändern und verschieben können.

Wer zunächst alte Denkmuster loslassen möchte, bevor er sich neuen Erfolgsgewohnheiten zuwendet, dem sei ein anderes ebenfalls sehr hilfreiches Buch von Heide Liebmann empfohlen: Loslassen: Wie du echte emotionale Freiheit gewinnst.

Kommentieren
Name:
E-Mail:
URL:
Kommentar:
Durch das Anhaken der Checkbox erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verabeitung Deiner Daten durch diese Webseite einverstanden. Um die Übersicht über Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern, speichert diese Webseite von Dir angegebene Namen, E-Mail, URL, Kommentar sowie IP-Adresse und Zeitstempel Deines Kommentars. Detaillierte Informationen finden Sie in meiner Datenschutzerklärung.