Neue Mitteilungen

Neue Mitteilungen

Gerade las ich irgendwo im Internet, dass jüngere Menschen mit dem Begriff Telegramm nichts mehr verbinden. Das ist wenig verwunderlich, Drahtnachrichten – so wurden Telegramme auch genannt – verschickt heute niemand mehr. Als noch nicht jeder ein Telefon besaß und wenn man nicht auf die Briefpost warten wollte, waren Telegramme mit ihrem legendären Kurzstil („ankomme Freitag“ z. B., schließlich wurde jedes einzelne Wort berechnet) die schnellste Methode, eine Nachricht zu übermitteln. Lang, lang ist’s her.

Sie haben neue Nachrichten. Was heißt das heute? Einst kam die Post mit der Pferdekutsche und selbst die Anfänge des Internets mit neuen Möglichkeiten zur Nachrichtenübermittlung scheinen inzwischen schon unendlich weit weg zu liegen. Erinnern Sie sich noch an die legendäre Boris-Becker-Werbung „Ich bin drin“ aus dem Jahr 1999? Nur wer „drin“ war im Internet, bekam auch was „raus“: neue Nachrichten nämlich via E-Mail – oder sogar über ICQ, den seinerzeit ersten Instant-Messaging-Dienst im Internet.

Heute sind schnelle Nachrichten über Messenger auf mobilen Geräten längst zur Regel geworden. Nicht der Zugang zum Internet ist jetzt das größte Problem, sondern eher die Auswahl des Messaging-Dienstes. Das Angebot ist groß, ein Messenger trägt den sinnigen Namen Telegram.

Neue Formen der Kommunikation erfordern neue Wörter. Wie nennt man das, wenn man eine Nachricht über den beliebten Dienst WhatsApp schickt? Chatten? Eine WhatsApp schicken? WhatsAppen?
Wie wäre es mit „wotsen“? Das Wort erinnert leider sehr an „motzen“. Da geht noch was an kreativen Wortneuschöpfungen.

Auf ein gutes neues Sprachjahr!

Der Kalender für 2018 liegt auf jeden Fall schon bereit.

Dudenkalender 2018

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