Joga ade

Joga ade

Inzwischen hat es sich herumgesprochen, zahlreiche Artikel und Beiträge wurden dazu in den letzten Wochen veröffentlicht: Die Regeln der amtlichen deutschen Rechtschreibung und die Schreibvarianten für einige Wörter wurden angepasst und aktualisiert. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung in seiner aktuellen Form kann auf der Website des Rechtschreibrats eingesehen und von dort als PDF heruntergeladen werden:Regeln und Wörterverzeichnis/. Der Sprachwandel macht auch vor der neuen Rechtschreibung nicht halt.

Jetzt darf also offiziell in Großbuchstaben „ẞ“ neben „SS“ geschrieben und Glück „zum Neuen Jahr“ gewünscht werden.
Spannender finde ich etwas anderes:

 

„Joga“  ist aus der Wörterliste verschwunden, nur noch Yoga ist richtig. Das mag dem allgemeinen Schreibgebrauch besser entsprechen, schade finde ich es doch. Denn das deutsche Jot hat als Halbvokal eine eigenwillige Sonderstellung. Einst musste beim Druck deutscher Bücher nicht streng zwischen i und j unterschieden werden.  Im neuen amtlichen Wörterverzeichnis sind unter „j/J“  nun Wörter zu finden, deren Aussprache von [j] (wie in „Jagd“) über [dʒ]  (wie in „Job“) zu [ʒ]  (wie in „Journalist“) reicht.

Es lebe die sprachliche Vielfalt! Ich darf trotzdem bedauern, dass ich mich ganz von „Joga“ verabschieden muss.

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