Sprachblog von ib-klartext.de

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Randnotizen zu Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und überhaupt zu Sprache – gebloggt seit 2004

Grafik: Jesus Sanz/Shutterstock.com

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Von Buchstaben zu Sprache

Von Buchstaben zu Sprache

Als ich vor 11 Jahren anfing, im Sprachblog zu bloggen, veröffentlichte ich fast täglich einen Beitrag. Die Prioritäten haben sich längst verschoben. Ein kurzer Blick zurück in die Anfänge des Sprachblogs zeigt: Populär war seinerzeit die Hitliste häufig falsch geschriebener Wörter. Lustiger fände ich heute eine Hitliste grammatischer Fehler, aber die lässt sich weniger leicht erstellen. Letztlich wäre eine solche Liste auch nichts anderes als ein Dokument für Sprachwandel.

Was Sprache ausmacht, wie sich Buchstaben zu Wörtern und Sätzen formen und wie diese Buchstabengebilde menschliche Kommunikation ermöglichen, das ist das eigentlich Faszinierende – und die Konstante im Buchstabenwirbel. Das Buchstabenfoto zu diesem Blogeintrag zeigt ein Detail der faszinierenden Skulptur „Nomade“ von Jaume Plensa, zu finden auf der Bastion St. Jaume in Antibes.

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Gutes Deutsch unterwegs

Gutes Deutsch zum Nachschlagen

Vor vier Jahren noch sehnte ich mich nach der gedruckten Ausgabe des Dudenbandes „Richtiges und gutes Deutsch“, Band 9 der Nachschlagewerke zur deutschen Sprache in der Dudenreihe. Ein unentbehrliches Hilfsmittel für meine Arbeit als Lektorin ist dieses Werk weiterhin, aber meine Präferenzen haben sich geändert. Denn immer häufiger arbeite ich nicht am heimischen Schreibtisch, sondern an wechselnden Orten. Technisch ist das schon lange kein Problem mehr dank Smartphone, Laptop und Cloud-Lösungen. Aber in puncto Arbeitsorganisation hat es einige Zeit gedauert, bis ich mich wirklich wohlgefühlt habe beim mobilen Arbeiten.

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Inzwischen bin ich zum Beispiel sehr froh darüber, dass es den „grünen Duden“ auch als PDF gibt. In dieser Form kann ich ihn auf allen meinen Arbeitsgeräten nutzen – anders als Apps, die an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden sind. Das digitale „Blättern“ fühlt sich längst vertraut an, die Vorteile der Suche nach einem bestimmten Begriff in einer Datei sind sowieso unschlagbar, wie ich finde. Vor allem ist das Nachschlagewerk so immer dabei, ohne dass ich das mit seinen mehr als 1000 Seiten nicht gerade kleine und leichte Druckwerk im Gepäck herumschleppen muss.

So ändern sich Vorlieben auch bei der Lektoratsarbeit. Wer weiß, wie meine Arbeitsorganisation in vier Jahren aussehen wird.


Bei Weitem nicht

Das Schöne am Internet ist, dass man alles findet. Das Schlechte am Internet ist, dass man bei Weitem nicht nur Richtiges findet. Falsch ist zum Beispiel diese Information:

bei Weitem/weitem

Richtig ist, dass sowohl „bei weitem“ als auch „bei Weitem“ den aktuellen Rechtschreibregeln entspricht. Im Rechtschreibduden wird die Großschreibung empfohlen.

So weit, so gut. Einig sind wir uns hoffentlich darüber, dass zwei Wörter nötig sind. „Beiweitem“ zusammengeschrieben wird noch nicht einmal als Treffer von einer Suchmaschine ausgespuckt.

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Professionelle Sprecher

Mein Traumberuf ist Lektorin schon seit langer Zeit, ich bin dankbar. Einen heimlichen Traum habe ich nie verwirklicht: eine Sprecherausbildung. In einem Gastbeitrag erklärt Luisa Dziki, was beim professionellen Sprechen wichtig ist.

Mit Sprechen Geld verdienen

Ob im Radio, Film oder Werbung, neben dem Inhalt bleibt uns oft auch noch eine andere Sache hängen: Die Stimme! Allzugern zitieren wir dann unsere Lieblingsszenen mit dem Versuch, die Stimme zu imitieren. Oder vermeintlich hören wir unsere Lieblingsfernsehfigur plötzlich in einer Werbung.  Aber wie wird man eigentlich eine dieser Stimmen, deren Job es ist, uns zu verzaubern?

Die Aufgaben eines professionellen Sprechers
Ein Sprecher kann Texte für Hörspiele, Fernsehen, Radio oder Werbung „vorlesen“. Die Person muss sich dabei sauber und deutlich artikulieren können – und darüber hinaus eine angenehme, aber vor allem variabel einsetzbare Stimme haben. Denn ein Text, kann je nach Betonung, Geschwindigkeit und Lautstärke unterschiedlich auf den Zuhörer wirken.

Es gehört viel Präzision und Konzentration zur Arbeit eines Sprechers, denn er muss teilweise mehr als 200 Aufnahmen pro Tag machen. Daher sollte er nicht nur eine angeborene, geeignete Stimme besitzen, sondern auch geübt darin sein, sie einzusetzen.
In einem kleinen Tonstudio müssen die Sprecher es schaffen, die gewünschten Emotionen in ihre Stimme zu projizieren – obwohl sie selbst nicht weiter weg von der dargestellten Situation sein könnten. Somit gehört zum Sprecher-Job auch ein Talent zur Schauspielerei. Erschwerend kommt bei ausländischen Produktionen die Lippen-Synchronisation hinzu. Gar nicht so einfach, einem englischsprachigen Schauspieler authentisch deutsche Sätze in den Mund zu legen.

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