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Randnotizen zu Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und überhaupt zu Sprache – gebloggt seit 2004

Grafik: Jesus Sanz/Shutterstock.com

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Am Ende des Tages

Am Ende des Tages

Das Schöne an Sprache ist ihre Fähigkeit, sich zu wandeln, sich zu verändern, sich anzupassen. Was von einigen Sprachpuristen als Anglizismus verunglimpft wird, muss nicht zwangsläufig aus der deutschen Sprache verbannt werden. Über Geschmack lässt sich ebenso wenig streiten wie über stilistische Feinheiten.

Konkret geht es mit die Redewendung „am Ende des Tages“ über deren Verwendung im Deutschen schon viel Kluges und Erhellendes geschrieben wurde, zum Beispiel im Sprachlog..

Meinem Empfinden nach ist diese Wendung inzwischen weit verbreitet und längst nicht mehr auf deutsche Wirtschaftssprache beschränkt. „Am Ende des Tages“ würde nicht als „schließlich“ verstanden, sondern ganz wörtlich als Abend, so bemängeln einige Kritiker. Nun ja. Ich traue deutschsprachigen Menschen mehr zu und räume gerne ein, dass mir der Ausdruck „am Ende des Tages“ durchaus sympathisch ist – gerade weil er so anschulich ist.

Unsympathisch bleibt mir dagegen „sie haben einen guten Job gemacht“ als wortwörtliche Übersetzung für „they did a good job“. Da hat die deutsche Sprache Schöneres zu bieten, finde ich. Man muss nicht auch nicht zwangsläufig auf „Sie haben ihre Sache gut gemacht“ zurückgreifen, was womöglich herablassend klingt. Je nach Kontext lässt sich eine Formulierung finden, die Anerkennung ausdrückt.


Wer mit dem Dativ tanzt ...

Wie dem auch sei

Wer mit dem Dativ tanzt, darf mit Überraschungen rechnen – und sich durch das Bild an das Christian-Morgenstern-Gedicht Der Werwolf erinnert fühlen.

Seit einiger Zeit verfolgt mich die Wendung „Dem ist nicht so“. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach ist sie ziemlich beliebt. Mir, ich sage es gleich, ist sie sie nicht sehr sympathisch. Aber so ist das mit dem Sprachwandel (seit Jahren schon wundere ich mich z. B. über welche und gleich noch einmal welche). Veränderung heißt nicht, dass sich nur völlig neue Sprachphänomene zeigen. Manchmal kommen auch Wendungen, die man längst mehr oder weniger ausgestorben wähnte, zu neuen Ehren. Vielleicht ist es ähnlich wie bei Vornamen, bei denen mitunter altehrwürdige Namen wieder unter den aktuell beliebtesten Namen auftauchen.

Aber zurück zu „Dem ist nicht so“: Wie erklärt sich eigentlich der Dativ in dieser Wendung?

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Bildwörterbücher Arabisch und Grammatik Deutsch

Ein Buch in den Händen zu halten, an dem man selbst mitgearbeitet hat – sei es als Autorin, Lektorin oder Redakteurin – ist immer ein besonderer Moment. Deshalb freue ich mich, dass dieses Jahr in dieser Hinsicht bereits gut begann, nämlich mit deutscher Grammatik und zwei Bildwörterbüchern Arabisch. Ein schöner Anlass, die Übersicht über meine Printpublikationen zu aktualisieren.

Bereits im Herbst erschien das umfangreiche Bildwörterbuch Arabisch mit 15.000 Wörtern und Redewendungen. Anfang dieses Jahres sind zwei kleinere Bildwörterbücher dazugekommen, die sich mit 1.500 Wörtern auf den wichtigsten Grundwortschatz konzentrieren und in zwei Ausgaben nützliche Verständigungshilfen für Deutsch- und Arabischsprachige sein können.


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Von Buchstaben zu Sprache

Von Buchstaben zu Sprache

Als ich vor 11 Jahren anfing, im Sprachblog zu bloggen, veröffentlichte ich fast täglich einen Beitrag. Die Prioritäten haben sich längst verschoben. Ein kurzer Blick zurück in die Anfänge des Sprachblogs zeigt: Populär war seinerzeit die Hitliste häufig falsch geschriebener Wörter. Lustiger fände ich heute eine Hitliste grammatischer Fehler, aber die lässt sich weniger leicht erstellen. Letztlich wäre eine solche Liste auch nichts anderes als ein Dokument für Sprachwandel.

Was Sprache ausmacht, wie sich Buchstaben zu Wörtern und Sätzen formen und wie diese Buchstabengebilde menschliche Kommunikation ermöglichen, das ist das eigentlich Faszinierende – und die Konstante im Buchstabenwirbel. Das Buchstabenfoto zu diesem Blogeintrag zeigt ein Detail der faszinierenden Skulptur „Nomade“ von Jaume Plensa, zu finden auf der Bastion St. Jaume in Antibes.

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