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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge mit dem Schlagwort: Rechtschreibung



Zu Kaisers Zeiten

Bereits zu Kaisers Zeiten bemühte sich Konrad Duden um eine Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung. Ein schwieriges Unterfangen, das zum Glück kein Ende finden wird – sonst wäre Sprache viel zu langweilig! Sie lebt und sie verändert sich mit uns. Manches dagegen bleibt.

Zu den beliebten Dauertstreitthemen der Rechtschreibung gehört die Frage nach dem richtigen Einsatz des Apostrophs. Darüber machte sich zu Kaisers Zeiten zum Beispiel Gustav Wustmann lustig. Den Kaiser gibt es nicht mehr, die Probleme mit dem Apostroph bleiben bestehen, wie dieses nette Fundstück zur „kreativen Rechtschreibung“ zeigt:

zu Kaisers Zeiten

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Triumph ist Trumpf

Triumphe und Tragödien, das klingt nach großem Drama. Gut, dass Rechtschreibung so eine nette und liebenswerte Glückssache ist, bar tieferer Logik.

Triumph ist Trumpf

Wie konsequent wäre es, würden wir tatsächlich „Triumpf“ schreiben statt Triumph. Immerhin gilt Trumpf als richtig geschrieben – wenn auch von duden.de als „volkstümliche Vereinfachung“ abgetan.

Ortskenntnis

Die ersten Flugzeugpiloten kannten weder GPS noch ein Navi, das ihnen den Weg wies, sie verließen sich auf den guten alten Franz und seine Ortskenntnis.

Auf Rechtschreibpfaden kann man sich ohne Rechtschreibkenntnis leicht „verfranzen“, wie diese Bilder zeigen:

vor Ort

Ein Vorort liegt am Stadtrand, vor Ort bedeutet an einer bestimmten Stelle.

praxisnah

Zwar gibt es das Adjektiv mit und ohne e, also nah und nahe. Als Endung, die ein Substantiv zum Adjektiv macht, ist nur -nah erlaubt: praxisnah.

Franz hätte das bestimmt gewusst, nicht wahr?

Open Air, Open-Air oder Openair?

Im Juni bin ich auf Sommer eingestellt und mich zieht es nach draußen an die Luft – auch wenn das Wetter nicht immer zur luftigen Haltung passt. Die guten alten Wörter „draußen“ oder „Freiluft“ passen aber offenbar ebenso wenig wie das Wetter zu sommerlichen Events in Deutschland. Eine Veranstaltung muss „Open Air“ sein oder, noch beliebter, ein „Open-Air-Event“ (bitte durchkoppeln!).

Open-Air-Opernarie

Dass die Rechtschreibprüfung an „Openair“ etwas auszusetzen hat, ist durchaus legitim: Diese Schreibweise gibt es offiziell nicht, sie gilt als falsch, auch wenn zahlreiche Internetfunde gewissermaßen eine andere Sprache sprechen.
Der Punkt geht eindeutig an die Rechtschreibprüfung: Der Alternativvorschlag „Opernarie“ belegt ihr hohes kulturelles Niveau!

Open Air
Foto: © Rainer Sturm/pixelio.de

Wer mag Brokkoli?

Vor einigen Wochen ging der Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt!“ zu Ende, bei dem Jung und Alt ihr Rechtschreibwissen beweisen sollten (das Abschlussdiktat gibt es hier zum Anhören, dazu die Auflösung als PDF).

Korrekturzeichen

Weshalb sind eigentlich Diktate in Deutschland so beliebt? Gedanken über Rechtschreibung macht man sich natürlich auch in anderen Ländern. In den USA zum Beispiel sind Buchstabierwettbewerbe sehr verbreitet, wie wir dank Lisa Simpson wissen. In Deutschland haben sie sich dagegen kaum etabliert.

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Kleiner Sehtest

Mein Bestreben, den treuen Leserinnen und Lesern des Sprachblogs etwas Einzigartiges zu bieten, ist endlich von Erfolg gekrönt! Ich präsentiere hiermit den exklusiven und einzigartigen Sprachblog-Sehtest „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Testen auch Sie noch heute kostenlos und unverbindlich Ihre Sehkraft.

Grafik

Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt der Test garantiert:

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Nicktechnik

Nicken für den Nacken

Nicktechnik

Bevor Sie das neue Wundermittel gegen Kopfschmerzen anwenden, befragen Sie bitte die Sprachberaterin Ihres Vertrauens zu Risiken und Nebenwirkungen.

Ein bisschen Spott

Ein bisschen Spott passt nicht nur zur närrischen Zeit und ein Werbespot mit Spott könnte so nett sein, wie dieser Schreibfehler sympathisch ist:
Spott

Ganz ohne Spott sehe ich geflissentlich über das überflüssige Komma hinweg (so geht der Satz im Original weiter: In seinem neuesten Werbespot werden die Menschen aufgerufen, ...).

Da ich nun schon einmal dabei bin, aus dem Zusammenhang gerissene Sätze zu zitieren, spotte ich gleich weiter:

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Von Boten und Booten

Boten, Boote, Booten – so ähnlich die Wörter aussehen, so unterschiedlich ist das, was sie bedeuten. Sprache ist nun einmal arbiträr. Da kann es so schlimm nicht sein, wenn einmal ein Buchstabe verloren geht wie in dieser Vorschau:
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Beim Bericht selbst hat alles seine Ordnung, seine Rechtschreibordnung – denn wenn sich Babys gegenseitig ausbooten, ist das natürlich nicht in Ordnung. Namensgebung wiederum ist ein spannendes Kapitel für sich.

In der Urlaubsschleife

Urlaub!

Ein Tippfehler, der geheime Sehnsüchte verrät? Oder doch Dauerurlaub?
Vielleicht will der kleine Verschreiber auch nur daran erinnern, wie schnell sich Tippfehler in Texte einschleichen. Nicht immer sind sie so harmlos wie im Fall dieses Ausschnitts aus einem Autoresponder. Eine falsche Zahl kann womöglich noch mehr Probleme verursachen als ein falscher Buchstabe.

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Autorin: Jie Tan Spada, Redaktion: Ines Balcik