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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge mit dem Schlagwort: Kommasetzung



Immer Ärger mit dem Komma

Am 22. Mai 1931 wurde die Postkarte geschrieben, die auf dem Bild zu sehen ist. Der Text liefert einen Beleg dafür, dass sich einige Kommaprobleme in fast 80 Jahren erstaunlich wenig geändert haben.

Postkarte von 1931

Entdecken lässt sich ein falsches Komma zwischen mehrgliedrigem Adverbial und Prädikat („mit ... Schulgang, senden wir“). Im Gegenzug fehlt das Komma vor dem dass-Satz. Ich vermute zumindest, dass diese Kommaregeln seinerzeit nicht anders waren als heute.

Auch ein Apostroph zwischen Eigennamen und Genitivendung war offensichtlich damals schon beliebt, es ist gleich mehrfach auf der Karte zu finden („Else’s“ zum Beispiel). Die s/ß-Schreibung war wohl doch nicht so eindeutig, wie wir heute meist unterstellen: Grüße hätte ich nicht unbedingt als „Grüsse“ zu finden erwartet.

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Eigentor mit Komma

Sport mag ich sehr, für Fußballfragen bin ich normalerweise nicht zuständig. Heute mache ich anlässlich des historischen deutsch-deutschen Champions-League-Finales eine Ausnahme. Fast jedenfalls. Denn genau genommen geht es mir nicht um Fußball, sondern um eine Kommafrage: Ist das Komma im folgenden Satz richtig?

Kommasieg

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Halbzeit!

Richtig gelesen: Halbzeit. Nur noch ein halbes Jahr bis Weihnachten! Und was, bitte, wäre Weihnachten ohne Geschenke? Deshalb gibt es heute ein Halbzeitgeschenk im Sprachblog.

Da Selbstgemachtes von Herzen kommt und gerade mein kleines Werk zur Kommasetzung erschienen ist (PONS Kommasetzung Deutsch auf einen Blick), habe ich nach einer langen Pause meine bescheidenen Bastelkünste erneut bemüht. Zum Leitfaden Apostroph gesellt sich nun ein Leitfaden zur Kommasetzung. Das PDF, das sich beim Klick auf das Bild öffnet, weist den leichten Weg zum richtigen Komma. Viel Spaß damit!

Leitfaden Komma

Wer enttäuscht ist, dass es kein Fußballfieber im Sprachblog gibt, lässt sich hoffentlich durch die Aussicht auf Gewinne trösten. Gewinnen kann man nicht nur beim Fußball, zu gewinnen gibt es bald auch etwas hier im Sprachblog. In Kürze verrate ich mehr.

Ein Komma zu viel

GrafikGrafikGrafik

Nichts lieber als das: Lieber kein Komma als drei an der falschen Stelle!
Merke: Ein Komma ist nur dann nötig, wenn „als“ einen kompletten Nebensatz einleitet.

Ein bisschen Spott

Ein bisschen Spott passt nicht nur zur närrischen Zeit und ein Werbespot mit Spott könnte so nett sein, wie dieser Schreibfehler sympathisch ist:
Spott

Ganz ohne Spott sehe ich geflissentlich über das überflüssige Komma hinweg (so geht der Satz im Original weiter: In seinem neuesten Werbespot werden die Menschen aufgerufen, ...).

Da ich nun schon einmal dabei bin, aus dem Zusammenhang gerissene Sätze zu zitieren, spotte ich gleich weiter:

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Redigiert

Mit dem Schreiben allein ist es nicht getan. Bis ein Text veröffentlicht werden kann, sind mehrere Bearbeitungsstufen nötig, das weiß jeder, der professionell mit Texten arbeitet.

Bei Privatleuten ist dieses Bewusstsein oft weniger ausgeprägt. Vielleicht aus diesem Grund überarbeitete die Redaktion des ZEITmagazins kürzlich von Lesern eingereichte Texte.
Wer im Glashaus sitzt, sollte aber nicht mit Steinen werfen, heißt es allerdings so schön: Ein Korrektorat hätte der Ankündigung eines redigierten Beitrags auf der Website nicht geschadet, wie das Bild beweist:
redigiert

Leider sind Korrektoren oft die ersten Textarbeiter, die eingespart werden, besonders bei Veröffentlichungen im Internet. Zeit- und Kostendruck sind hoch. Da ist es zwar betrüblich, aber wenig verwunderlich, dass ein redigierter Text ausgerechnet mit einem kapitalen Kommafehler angekündigt wird (merke: Kein Komma im einfachen Satz, schon gar nicht zwischen Subjekt und Prädikat!). Über das Fugen-s beim Knochenmarkempfänger ließe sich auch noch räsonieren.

Würgen

würgen"
Sicherlich gibt es angenehmere Themen als die Frage, wer wen würgt. Mich interessiert die Kommasetzung und die ist bei diesem Beispiel eindeutig falsch. Ein verschobenes Komma macht den Sachverhalt nicht angenehmer, bringt den Satz aber ins Rechtschreiblot: „Der Mann begann, die Frau zu würgen.“

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Kennen Sie sich mit dem Apostroph aus? Sind Sie sicher, wann er gesetzt werden muss?

Der Leitfaden Apostroph bringt auf den Punkt, was Sie zum Thema Apostroph wissen sollten. Damit sind Apostrophe keine Katastrophe.
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