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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge mit dem Schlagwort: Grammatik



Wie bilde ich ein Adverb?

bekanntlichWas ist denn das?

Wie in der englischen Sprache Adverbien regelmäßig gebildet werden, haben wir alle in der Schule gelernt: Man nehme ein Adjektiv und füge die Endung -ly an. So weit, so gut.

Über deutsche Adverbien wissen wir meist deutlich weniger gut Bescheid. Aber das ist auch kein Wunder, denn sogar die dicke Dudengrammatik, selbst alles andere als leichte Kost, bezeichnet Adverbien wortwörtlich als „schwierige Wortart“.

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Finde den Fehler

Passiv

Gefühle, Romantik und Zärtlichkeit bilden ein gefährliches Terrain, nicht nur emtional, sondern auch rein sprachlich gesehen.
Kleine Testfrage für die Grammatikkenner unter euch: Was stimmt nicht an dem Text im Bild oben?

Der, die, das Model

Die kleinen Sprachfreuden des Alltags teile ich am liebsten. Model* zum Beispiel, heute meist in dieser Aussprache anzutreffen. Kennt eigentlich noch jemand Model** der anderen Art, den Model mit lang gesprochenem o? Ein Model sieht zum Beispiel so aus:

Model
Foto: © Kurt Michel | pixelio.de

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An der Biegung der Grammatik

Nach einem vergnüglichen Ausflug in die Geschichte deutscher Grammatikwerke, angeregt und kundig begleitet durch Sandra Hohmann, möchte ich zweierlei festhalten:

1. Aus der „Biegung“ eines Worts wurde im Lauf der Zeit die „Beugung“. Schade!

2. „Sprachdummheiten“  wurden immer schon gerne beklagt. So schreibt Gustav Wustmann im Jahr 1891: „Großes Vergnügen macht es vielen Leuten, den Genitiv von Personennamen mit einem Apostroph zu versehen: Friedrich’s, Müller’s. Selbst große Gelehrte sind in den Apostroph so verliebt, daß es ihnen ganz undenkbar erscheint, Goethes ohne das hübsche Häkchen oben zu schreiben. Nun ist ja der Apostroph überhaupt eine große Kinderei.“ (Allerhand Sprachdummheiten. Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Häßlichen. Ein Hilfsbuch für alle die sich öffentlich der deutschen Sprache bedienen. Dritte verbesserte und vermehrte Ausgabe 1903, S. 7)
Seine Polemik beschränkt sich übrigens nicht auf die Verwendung des Apostrophs, dessen Gebrauch offensichtlich nicht nur heute umstritten ist.

Die Sache mit dem -en

Am Ende eines Jahres blicken wir Menschen gerne zurück auf das ausklingende Jahr und wagen Prognosen für das kommende Jahr. Den Rückblick spare ich mir, aber ich habe einen Blick in meine Kristallkugel geworfen und verkünde hiermit: 2011 wird sprachlich das Jahr des -en.

Bitte -en nicht verwechseln mit „nen“, dem Anatol Stefanowitsch neulich im Sprachlog einen ausführlichen Beitrag widmete. Mir selbst ist „nen“ bisher gar nicht weiter aufgefallen. Dass Neutrum und Maskulinum angeglichen werden, nehme ich zwar immer häufiger auch in der geschriebenen Sprache wahr, aber eher in der Verkürzung von „einen“ zu „ein“ bei maskulinen Wörtern im Akkusativ (kürzlich gelesene Beispiele: „sie benötigen ein Partner“, „gib mir ein Korb“).

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Parallele Beugung

Seit Tagen will ich einen Eintrag zur Endung -en schreiben, lasse mich aber im vorweihnachtlichen Trubel immer wieder abhalten. Heute stieß ich auf eine so nette End-en-Häufung, dass ich wenigstens die hier zeigen möchte. Der geplante Eintrag kann ruhig weiter auf sich warten lassen.

-en

Parallele Beugung von Adjektiven ist inzwischen ein alter Hut. Was oben im Bild zu sehen ist, gilt im Moment zwar als falsch, könnte aber Zukunftsmusik sein: parallele Beugung über die Wortartgrenzen hinaus. Deutsche Grammatik wäre plötzlich ganz einfach und logisch!

Sprachkalender 2011

Elke Hesse habe ich es zu verdanken, dass ich zurzeit ebenso wie sie am Duden-Kalender 2012 sitze. Dass ich dabei ziemlich schwitze, liegt nicht nur am Sommerwetter!

Inzwischen ist endlich der Kalender 2011 (Auf gut Deutsch! Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl einfach erklärt) erschienen, Resultat unserer Arbeit aus dem letzten Sommer. Jedes Mal ist es ein besonderes Erlebnis, wenn ein Werk, an dessen Entstehen ich beteiligt war, gedruckt vorliegt.

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Deutsche Grammatik und Rechtschreibung

Als wir vor fast sieben Jahren zu dritt mit der Arbeit zur allerersten Ausgabe von PONS Deutsche Grammatik und Rechtschreibung. Alle wichtigen Regeln einfach erklärt für jedermann begannen, konnte noch niemand ahnen, dass dieses Buch so erfolgreich sein würde.

Als 2006 die letzten Regeln zur neuen Rechtschreibung vorlagen, erschien eine gründlich überarbeitete Ausgabe: PONS Deutsche Grammatik und Rechtschreibung. RSR 2006: Alle wichtigsten Regeln – einfach und verständlich

Ich freue mich, dass das Buch immer noch so gefragt ist, dass nun eine erweiterte Neuausgabe erscheint – zum alten günstigen Preis: PONS Deutsche Grammatik & Rechtschreibung: Alle wichtigen Regeln – einfach und verständlich.

Das ist eine gute Gelegenheit, mich auch an dieser Stelle einmal sehr herzlich zu bedanken für die angenehmeTeamarbeit.

Aus Prinzip ein Partizip

Sehr bedauerlich ist es, wenn schon Kinder viel zu viel Alkohol konsumieren. Aber hier im Sprachblog wird bekanntlich nicht die moralische, sondern die sprachliche Keule geschwungen. Also los, hier ist das heutige Corpus Delicti:
erbrochen

Mit dem Partizip der Gegenwart habend, eingefügt zwischen erbrochen und am, würde der Satz grammtisch vollständig. Stilistisch ließe er immer noch sehr zu wünschen übrig.
Den Schreibfehler will ich gar nicht erwähnen, der kommt in den besten Familien vor.

Erdbeerzeit

Die Sonne der letzten Tage lässt darauf hoffen, dass die heimischen Erdbeeren bald schmecken werden. Zu kaufen gibt es sie schon, zu lesen auch. Zum Beispiel in folgendem Satz, der aus einer Zeitschrift stammt: „Die Früchtchen haben die richtige Größe, um schnell mal eine in den Mund zu nehmen.“
Erdbeeren
So nett er klingt, so schief ist der Satz aus Grammatiksicht. Denn Nebensätze mit um zu gelten zwar als elegant, funktionieren aber nur, wenn die Kongruenzregel beachtet wird: Hauptsatz und um zu-Nebensatz müssen dasselbe Subjekt haben. Mit einer Passivkonstruktion wäre alles in Ordnung: „Die Früchtchen haben die richtige Größe, um schnell mal in den Mund genommen zu werden.“

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Studi-Kompass Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen. Ausgabe 2012/2013. Studieren? Wo? Was? Wie? 2 Bände: Nord und Süd (2012)

Autorin: Ines Balcik