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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge mit dem Schlagwort: Grammatik



DaF-Grammatikübungen

Grammatik gehört zu meinen Lieblingsthemen! Deshalb freue ich mich, dass ich wieder einmal an einem Grammatikbuch mitwirken durfte. Gerade ist das Ergebnis erschienen: ein Übungsbuch zur deutschen Grammatik für Deutsch als Fremdsprache (DaF): PONS 250 Grammatik-Übungen Deutsch als Fremdsprache. Zum Buch gehören die Lösungen und ein Glossar, damit ist es gut für Selbstlerner geeignet. Das sprachliche Niveau nach dem europäischen Referenzrahmen liegt bei A1 bis B2. Innerhalb der einzelnen Grammatikthemen sind die Übungen nach Schwierigkeitsgrad gestaffelt.

Grammatik-Übungen

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Nachsicht zum Sonderpreis

Zum Jahresende möchte ich mich einmal mehr in der Kunst des Wahrsagens üben und einen Blick in die sprachliche Kristallkugel werfen. Längst haben sich lautstark die Schwarzmaler der Sprachapokalypse zu Wort gemeldet.
Höchste Zeit also für etwas weiße Magie!

Sprachkugel
Foto: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Gerade will ich schon wieder „en“ zu den Buchstaben des nächsten Jahres erklären, da sehe ich, dass ich längst überholt wurde. Der Sprachbloggeur empfahl schon vor Tagen „es“ (Hier spricht das liebe Gott).

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Kurz und gut

Der Beitrag von Wolfgang Krischke ist zwar schon vor etlichen Wochen erschienen, aber immer noch sehr lesenswert, nicht nur für Grammatikfans:
Kurze Sätze gut. Manche Sprachen haben extrem komplizierte Regeln, andere ganz einfache. Woran liegt das?

Dabei geht es einmal nicht um die gerne verbreitete Aufforderung, möglichst kurze Sätze zu schreiben, weil diese leichter verständlich seien. Im Artikel steht vielmehr die Struktur von Sprachen im Mittelpunkt, und die ist offenbar in weniger verbreiteten Sprachen komplexer als in Sprachen, die von sehr vielen Menschen gesprochen werden. Aber eins bleibt festzuhalten: Auch wenn die Grammatik vom Sprachwandel nicht ausgenommen ist, so bleibt sie doch besonders für die Schriftsprache unverzichtbar. Denn nur wenn die Sprache gewissen Spielregeln folgt, kann sie von anderen verstanden werden und damit der Kommunikation dienen.

Sprache: kurz und gut

Wanderland ohne Dativ

Wikipedia drückt es hübsch aus: Bei Eigennamen bestehe „eine gewisse Neigung zur Aufgabe der Deklination“. Diese Neigung kommt auf den beiden Bildern sehr deutlich zum Ausdruck:

in Wanderdörfern
von Wanderdörfern

Im Werbelektorat brauchen Lektoren oft diplomatisches Geschick, um zwischen Kundenwünschen und Sprachansprüchen zu vermitteln. Ich vertrete gerne den Standpunkt, dass Lesbarkeit wichtiger ist als Regeltreue. In manchen Fällen kann ich also durchaus verstehen, wenn Unternehmen eigenen Sprachregeln folgen wollen.

Wäre ich in diesem Fall gefragt worden, hätte ich abgeraten. Hier wirkt das Wegfallen der Deklination sehr unglücklich – vorsichtig ausgedrückt. Wenn wenigstens optisch durch die typografische Gestaltung klar erkennbar wäre, dass Österreichs Wanderdörfer sich von deutschen Grammatikregeln distanzieren wollen, hätte ich ein Auge zugedrückt.

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Wie bilde ich ein Adverb?

bekanntlichWas ist denn das?

Wie in der englischen Sprache Adverbien regelmäßig gebildet werden, haben wir alle in der Schule gelernt: Man nehme ein Adjektiv und füge die Endung -ly an. So weit, so gut.

Über deutsche Adverbien wissen wir meist deutlich weniger gut Bescheid. Aber das ist auch kein Wunder, denn sogar die dicke Dudengrammatik, selbst alles andere als leichte Kost, bezeichnet Adverbien wortwörtlich als „schwierige Wortart“.

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Finde den Fehler

Passiv

Gefühle, Romantik und Zärtlichkeit bilden ein gefährliches Terrain, nicht nur emtional, sondern auch rein sprachlich gesehen.
Kleine Testfrage für die Grammatikkenner unter euch: Was stimmt nicht an dem Text im Bild oben?

Der, die, das Model

Die kleinen Sprachfreuden des Alltags teile ich am liebsten. Model* zum Beispiel, heute meist in dieser Aussprache anzutreffen. Kennt eigentlich noch jemand Model** der anderen Art, den Model mit lang gesprochenem o? Ein Model sieht zum Beispiel so aus:

Model
Foto: © Kurt Michel | pixelio.de

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An der Biegung der Grammatik

Nach einem vergnüglichen Ausflug in die Geschichte deutscher Grammatikwerke, angeregt und kundig begleitet durch Sandra Hohmann, möchte ich zweierlei festhalten:

1. Aus der „Biegung“ eines Worts wurde im Lauf der Zeit die „Beugung“. Schade!

2. „Sprachdummheiten“  wurden immer schon gerne beklagt. So schreibt Gustav Wustmann im Jahr 1891: „Großes Vergnügen macht es vielen Leuten, den Genitiv von Personennamen mit einem Apostroph zu versehen: Friedrich’s, Müller’s. Selbst große Gelehrte sind in den Apostroph so verliebt, daß es ihnen ganz undenkbar erscheint, Goethes ohne das hübsche Häkchen oben zu schreiben. Nun ist ja der Apostroph überhaupt eine große Kinderei.“ (Allerhand Sprachdummheiten. Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Häßlichen. Ein Hilfsbuch für alle die sich öffentlich der deutschen Sprache bedienen. Dritte verbesserte und vermehrte Ausgabe 1903, S. 7)
Seine Polemik beschränkt sich übrigens nicht auf die Verwendung des Apostrophs, dessen Gebrauch offensichtlich nicht nur heute umstritten ist.

Die Sache mit dem -en

Am Ende eines Jahres blicken wir Menschen gerne zurück auf das ausklingende Jahr und wagen Prognosen für das kommende Jahr. Den Rückblick spare ich mir, aber ich habe einen Blick in meine Kristallkugel geworfen und verkünde hiermit: 2011 wird sprachlich das Jahr des -en.

Bitte -en nicht verwechseln mit „nen“, dem Anatol Stefanowitsch neulich im Sprachlog einen ausführlichen Beitrag widmete. Mir selbst ist „nen“ bisher gar nicht weiter aufgefallen. Dass Neutrum und Maskulinum angeglichen werden, nehme ich zwar immer häufiger auch in der geschriebenen Sprache wahr, aber eher in der Verkürzung von „einen“ zu „ein“ bei maskulinen Wörtern im Akkusativ (kürzlich gelesene Beispiele: „sie benötigen ein Partner“, „gib mir ein Korb“).

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Parallele Beugung

Seit Tagen will ich einen Eintrag zur Endung -en schreiben, lasse mich aber im vorweihnachtlichen Trubel immer wieder abhalten. Heute stieß ich auf eine so nette End-en-Häufung, dass ich wenigstens die hier zeigen möchte. Der geplante Eintrag kann ruhig weiter auf sich warten lassen.

-en

Parallele Beugung von Adjektiven ist inzwischen ein alter Hut. Was oben im Bild zu sehen ist, gilt im Moment zwar als falsch, könnte aber Zukunftsmusik sein: parallele Beugung über die Wortartgrenzen hinaus. Deutsche Grammatik wäre plötzlich ganz einfach und logisch!

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Ein Nachschlagewerk zu schwierigen Einzelfragen der deutschen Sprache.

PONS Perfektes Deutsch: Ratgeber in allen wichtigen Zweifelsfällen (2009)


Band 2 der neuen PONS-Reihe Deutsch heißt PONS Perfektes Deutsch: Der Ratgeber in sprachlichen Zweifelsfällen. Er bietet einfache Erklärungen für sprachliche Probleme und viele Tipps zu Grammatik, Rechtschreibung, Stil und Wortbedeutung.

Autoren: Jürgen Folz, Klaus Röhe, Ines Balcik; Redaktion: Corinna Löckle-Götz, Joachim Neubold, Arkadiusz Wróbel