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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge mit dem Schlagwort: Grammatik



Sprachkalender 2011

Elke Hesse habe ich es zu verdanken, dass ich zurzeit ebenso wie sie am Duden-Kalender 2012 sitze. Dass ich dabei ziemlich schwitze, liegt nicht nur am Sommerwetter!

Inzwischen ist endlich der Kalender 2011 (Auf gut Deuscth! Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl einfach erklärt) erschienen, Resultat unserer Arbeit aus dem letzten Sommer. Jedes Mal ist es ein besonderes Erlebnis, wenn ein Werk, an dessen Entstehen ich beteiligt war, gedruckt vorliegt.

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Deutsche Grammatik und Rechtschreibung

Als wir vor fast sieben Jahren zu dritt mit der Arbeit zur allerersten Ausgabe von PONS Deutsche Grammatik und Rechtschreibung. Alle wichtigen Regeln einfach erklärt für jedermann begannen, konnte noch niemand ahnen, dass dieses Buch so erfolgreich sein würde.

Als 2006 die letzten Regeln zur neuen Rechtschreibung vorlagen, erschien eine gründlich überarbeitete Ausgabe: PONS Deutsche Grammatik und Rechtschreibung. RSR 2006: Alle wichtigsten Regeln – einfach und verständlich

Ich freue mich, dass das Buch immer noch so gefragt ist, dass nun eine erweiterte Neuausgabe erscheint – zum alten günstigen Preis: PONS Deutsche Grammatik & Rechtschreibung: Alle wichtigen Regeln – einfach und verständlich.

Das ist eine gute Gelegenheit, mich auch an dieser Stelle einmal sehr herzlich zu bedanken für die angenehmeTeamarbeit.

Aus Prinzip ein Partizip

Sehr bedauerlich ist es, wenn schon Kinder viel zu viel Alkohol konsumieren. Aber hier im Sprachblog wird bekanntlich nicht die moralische, sondern die sprachliche Keule geschwungen. Also los, hier ist das heutige Corpus Delicti:
erbrochen

Mit dem Partizip der Gegenwart habend, eingefügt zwischen erbrochen und am, würde der Satz grammtisch vollständig. Stilistisch ließe er immer noch sehr zu wünschen übrig.
Den Schreibfehler will ich gar nicht erwähnen, der kommt in den besten Familien vor.

Erdbeerzeit

Die Sonne der letzten Tage lässt darauf hoffen, dass die heimischen Erdbeeren bald schmecken werden. Zu kaufen gibt es sie schon, zu lesen auch. Zum Beispiel in folgendem Satz, der aus einer Zeitschrift stammt: „Die Früchtchen haben die richtige Größe, um schnell mal eine in den Mund zu nehmen.“
Erdbeeren
So nett er klingt, so schief ist der Satz aus Grammatiksicht. Denn Nebensätze mit um zu gelten zwar als elegant, funktionieren aber nur, wenn die Kongruenzregel beachtet wird: Hauptsatz und um zu-Nebensatz müssen dasselbe Subjekt haben. Mit einer Passivkonstruktion wäre alles in Ordnung: „Die Früchtchen haben die richtige Größe, um schnell mal in den Mund genommen zu werden.“

Sich einer Sache annehmen

Nur eine Frage der Zeit war es, bis sich Wissenschaftler Twitter vorknöpfen würden. Nun ist es also passiert. Dabei herausgekommen ist in der Berichterstattung ein Satz mit Grammatikfehler:
annehmen
Denn annehmen kann man sich nur einer Sache im Genitiv, den man Twitter anscheinend nicht zumuten wollte. Oder empfinde das vielleicht nur ich als Fehler?

Wer mehr über Twitter und Meme erfahren möchte, möge dort weiterlesen.

Frühlingsfrische

Wenn sich Werbeerfolg daran messen lässt, dass einem ein Werbeplakat nicht mehr aus dem Kopf geht, dann ist dieses Plakat bei mir sehr erfolgreich.

Denn seit ich vor einigen Tagen „für frische Verliebte“ las, gehen mir diese drei Wörter im Kopf herum. Durch die Schreibung in Versalien werden Anhänger der Getrenntschreibung das als „Frischeverliebte“ auffassen, während sich Grammatikliebhaber wie ich den Kopf über die Unterschiede zwischen adverbial und attributiv gebrauchten Adjektiven zerbrechen. Nur auf eine Idee bin ich bisher noch nicht gekommen: das abgebildete Produkt zu probieren.

Hängen soll er!

Zu den Grammatikklassikern gehört die Frage nach dem Unterschied zwischen hängen, hing, gehangen einerseits und hängen, hängte, gehängt andererseits.
Keine Sorge, ich liefere jetzt keine langatmigen Erklärungen über transitive und intranistive Verben oder über Standard- und Umgangssprache, sondern nur diesen kleinen Webfund, auf den sich gerne jeder seinen eigenen Reim machen darf:

hängen

Wurde

Das Alltägliche wird so wenig gewürdigt. Mit diesem Bild wird sich das ändern:
wurde
Nur einen Augenblick lang erscheint diese grammatisch fragwürdige Nachricht normalerweise auf dem Bildschirm meines PCs. Nun kann ich sie ansehen, wann immer ich will, und dabei das Grammatikmantra wiederholen:
3. Person Einzahl: wurde (ein Programm wurde geblockt)
3. Person Mehrzahl: wurden (einige Programme wurden geblockt)

Ist doch ganz einfach!

Spaß mit Spam

Irgendjemandem müssen Spammails doch nützen. Mir zum Beispiel, denn sie sind eine nie versiegende Quelle der Freude über eigenwillige Rechtschreibung und Grammatik

den kreativen Umgang mit der deutschen Sprache:
Spam

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Grottige Grammatik

Sollte es mir zu denken geben, dass die Suche nach „fragebogen zur gramattik“ ins Sprachblog führt?
Nein, ich freue mich lediglich über einen neuen Fund für meine nicht mehr weitergeführte Liste. Ohne diesen Sammeltick wäre mir entgangen, dass es sogar einen „Ratgeber Gramattik“ gibt, obwohl es doch nur Ratgeber zur Grammatik geben dürfte.
Grammatik

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“Wie finde ich den Stil, den mein Auftraggeber von mir erwartet?” ist mein Beitrag im Sammelband Das Schreibbuch – das Handbuch für alle, die professionell schreibenDas Schreibbuch, herausgegeben von Michael Braun und Dirk Lehmanski.

Das Schreibbuch enthält nicht nur Tipps zum Schreibstil, sondern behandelt alle Themen, die zum professionellen Schreiben gehören. Mehr über das Schreibbuch, seine Themen und seine Autoren erfahren Sie auf der Website das-schreibbuch.de.