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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge aus der Kategorie: Wissenswert



Die Welt verstehen mit Infografiken

Ein Gastbeitrag von Katrin Zinoun, Dialogtexte

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, so sagt man. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn das Bild auch gut ist. Die um sich greifende Infografikflut versorgt uns zurzeit mit ausreichend Bildern, die uns das Verstehen der jeweils behandelten Themen erleichtern soll.
Leichteres Verstehen wird allerdings oft nicht erreicht. Eine Zusammenstellung von verschiedenen bunten Schriftarten in Größe 8 und vielerlei Bildchen in einem Wirrwarr an Fakten unterstützt das Verständnis nicht gerade. Das Kreisdiagramm in dieser Grafik (untere Hälfte) ist beispielsweise so unübersichtlich, dass man aus einer einfachen Tabelle die Ergebnisse leichter ablesen könnte.
Dennoch sind Infografiken auf allen Bildschirmen. Sie funktionieren auch nur auf Bildschirmen. Denn wer sollte diese schmalen, aber ziemlich hohen Formate ausdrucken? Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum man sie in so einem – dem Bildschirm völlig entgegengesetzten – Format anfertigt.

Von Schaubildern zu interaktiven Datenvisualisierungen

Visualisierung von Informationen hat es schon immer gegeben. Großformatige Schaubilder wurden in Schulen in Form von Wandkarten zur Erklärung von komplizierten technischen Vorgängen benutzt:

Haustelefon
Elektrisches Läutewerk – Haustelegraph, Schulwandbild aus den 1930er Jahren. Quelle: Saarländisches Schulmuseum. Veröffentlicht mit Genehmigung.

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eBookCamp 2012

eBookCamp 2012
eBookCamp November 2012 im Betahaus Hamburg. Foto: © eBookCamp

Bereits zum zweiten Mal trafen sich E-Publishing-Enthusiasten zum Austausch in Hamburg. Zum ersten Mal war auch ich dabei – mit Glück, denn die 70 Plätze waren bereits am ersten Anmeldungstag vergeben. Neun Sessions wurden im Vorfeld ausgewählt und versprachen die Qual der Wahl, denn jeweils drei Sessions lagen parallel.

Zunächst ließ ich mich von Carsten Schwab, Herstellungsleiter bei HOFFMANN UND CAMPE, ins „Wesen der Schrift und ihrer ästhetischen Wechselwirkung mit dem Trägermedium“ entführen. Aufschlussreich fand ich vor allem, daran erinnert zu werden, dass Menschen nicht immer Bücher gedruckt haben. Schriftrollen zum Beispiel gab es schon vor lange vor dem Buchdruck. Da mutet es paradox an, wenn das Scrollen eines E-Book-Textes bei iBooks 3.0 als „fast schon revolutionär“ angekündigt wird. Interessant ist also, wie sehr sich E-Books und Lesegeräte immer noch an traditionellen Buch- und Lesegewohnheiten orientieren – die Gründe dafür mögen auf der Hand liegen bei dem immer noch minimalen Anteil der E-Books am Buchmarkt. Ich erinnere mich dunkel, wie in den Urzeiten des Internets, also vor etwa 15 Jahren, über neue Möglichkeiten des Erzählens spekuliert wurde, die letztlich doch auf sich warten ließen.

Weiter ging es mit unserer eigenen Session:

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Kurz und gut

Der Beitrag von Wolfgang Krischke ist zwar schon vor etlichen Wochen erschienen, aber immer noch sehr lesenswert, nicht nur für Grammatikfans:
Kurze Sätze gut. Manche Sprachen haben extrem komplizierte Regeln, andere ganz einfache. Woran liegt das?

Dabei geht es einmal nicht um die gerne verbreitete Aufforderung, möglichst kurze Sätze zu schreiben, weil diese leichter verständlich seien. Im Artikel steht vielmehr die Struktur von Sprachen im Mittelpunkt, und die ist offenbar in weniger verbreiteten Sprachen komplexer als in Sprachen, die von sehr vielen Menschen gesprochen werden. Aber eins bleibt festzuhalten: Auch wenn die Grammatik vom Sprachwandel nicht ausgenommen ist, so bleibt sie doch besonders für die Schriftsprache unverzichtbar. Denn nur wenn die Sprache gewissen Spielregeln folgt, kann sie von anderen verstanden werden und damit der Kommunikation dienen.

Sprache: kurz und gut

Geschichte der Schrift

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig zeigt unter dem Titel Zeichen – Bücher– Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode eine Dauerausstellung zu 5000 Jahren Mediengeschichte. Das Buch- und Schriftmuseum ist Teil der in Frankfurt und Leipzig angesiedelten Deutschen Nationalbibliothek (DNB). Das Video zur Ausstellung vermittelt einen guten Eindruck zur Rolle und Entwicklung der Schrift.

Besser schreiben: Schreibstil

Eine Woche ist es bereits her, dass die Zeit sich in einer Beilage des Schreibstils annahm. Die erste der 20 Lektionen, die Wolf Schneider, Altmeister der Sprach- und Stilkritik, in der Beilage gibt, ist inzwischen online: Im Anfang war das Tun. Warum wir die Verben lieben sollten. Auch der einführende Artikel kann online gelesen werden: Die Sprache ist eine Waffe.

Über Wolf Schneiders Ansichten zur Sprache kann man unterschiedlicher Meinung sein. Empfehlenswert ist die Lektüre der Artikel sicherlich für alle, die sich über den eigenen Umgang mit Sprache Gedanken machen und ihren Schreibstil pflegen und verbessern möchten. Sprache sollte liebevoll behandelt und gepflegt werden, in diesem Punkt stimme ich Wolf Schneider völlig zu. Wenig Verständnis habe ich allerdings für einige seiner Klagen, zum Beispiel die über „Wortschwund und Wortverfälschung“. Ich halte es für ein gutes Zeichen, dass sich Sprache wandelt: Sie ist lebendig!

Dass ein ständiger Generationenwandel in Sprechern und Sprachstil stattfindet und neue Generationen Sprache anders empfinden, kann ich ebenfalls nicht verwerflich finden. Ich selbst komme mir manchmal sehr alt vor, wenn ich mit meinen vor rund 20 Jahren geborenen Söhnen spreche. Wolf Schneider wurde im selben Jahr geboren wie meine Mutter. Kein Wunder, dass er durch wieder völlig andere Sprach- und Schreiberfahrungen geprägt wurde.

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PONS Grammatik kurz & bündig Arabisch: Der Klassiker zum schnellen Nachschlagen (2012)

Eine Grammatik, die einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen der arabischen Hochsprache gibt. Alle Beispiele sind sowohl in arabischer Schrift als auch in Umschrift angeführt.

Autorin: Ines Balcik