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Ines Balcik, Sprachblog

IB-Klartext: Werbe- und Wirtschaftslektorat ° Korrektorat ° Redaktion

Einträge aus der Kategorie: Wissenswert



Fremdenzimmer

Endlich komme ich dazu, auf eine Publikation hinzuweisen, die das AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln des Vereins Öffentlichkeit gegen Gewalt e. V. 2013 veröffentlicht hat: „Sprache schafft Wirklichkeit – Glossar und Checkliste zum Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch“ kann heruntergeladen oder bestellt werden, alle Informationen dazu gibt es unter oegg.de.

Sprache kann so vieles ausdrücken. Sind wir uns aller Feinheiten immer bewusst? Was ist zum Beispiel der Unterschied zwischen Zuwanderern und Einwanderern, fragt Jürgen Trabant auf jetzt.de.

Und was verrät das Wort Fremdenzimmer? Sie sind meist freundlicheren Gästezimmern gewichen, aber verschwunden sind sie nicht.

Fremdenzimmer

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Lektionen aus der Selbstständigkeit

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade Lektionen aus der Selbstständigkeit, ausgerichtet von Positionierungs-Coach Heide Liebmann.

Lektion 1
Ginge alles im Leben nur glatt, müsste man misstrauisch werden. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an Polykrates und sein unglaubliches Glück (wer zur Auffrischung Schillers Ballade dazu lesen möchte, klicke bitte hier: Der Ring des Polykrates). Nun bleibt zwar in der Ballade offen, wie es dem glücklichen Polykrates in der Folge erging, aber das gewaltsame Ende des historischen Tyrannen gleichen Namens lässt nichts Gutes ahnen. Und die Moral aus der Geschicht’ ist sowieso klar: Ohne Stolpersteine geht es auch in der Selbstständigkeit nicht. Zum Glück darf man diese meist ohne blutige Nase oder Schlimmeres überwinden und daraus lernen.
Denn eins steht fest. Wie gut auch immer man sich auf die Selbstständigkeit vorbereitet hat und wie lange auch immer man schon dabei ist: Schwarze Löcher, offene Fragen und unerwartete Situationen gibt es stets aufs Neue.

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Die Welt verstehen mit Infografiken

Ein Gastbeitrag von Katrin Zinoun, Dialogtexte

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, so sagt man. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn das Bild auch gut ist. Die um sich greifende Infografikflut versorgt uns zurzeit mit ausreichend Bildern, die uns das Verstehen der jeweils behandelten Themen erleichtern soll.
Leichteres Verstehen wird allerdings oft nicht erreicht. Eine Zusammenstellung von verschiedenen bunten Schriftarten in Größe 8 und vielerlei Bildchen in einem Wirrwarr an Fakten unterstützt das Verständnis nicht gerade. Das Kreisdiagramm in dieser Grafik (untere Hälfte) ist beispielsweise so unübersichtlich, dass man aus einer einfachen Tabelle die Ergebnisse leichter ablesen könnte.
Dennoch sind Infografiken auf allen Bildschirmen. Sie funktionieren auch nur auf Bildschirmen. Denn wer sollte diese schmalen, aber ziemlich hohen Formate ausdrucken? Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum man sie in so einem – dem Bildschirm völlig entgegengesetzten – Format anfertigt.

Von Schaubildern zu interaktiven Datenvisualisierungen

Visualisierung von Informationen hat es schon immer gegeben. Großformatige Schaubilder wurden in Schulen in Form von Wandkarten zur Erklärung von komplizierten technischen Vorgängen benutzt:

Haustelefon
Elektrisches Läutewerk – Haustelegraph, Schulwandbild aus den 1930er Jahren. Quelle: Saarländisches Schulmuseum. Veröffentlicht mit Genehmigung.

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eBookCamp 2012

eBookCamp 2012
eBookCamp November 2012 im Betahaus Hamburg. Foto: © eBookCamp

Bereits zum zweiten Mal trafen sich E-Publishing-Enthusiasten zum Austausch in Hamburg. Zum ersten Mal war auch ich dabei – mit Glück, denn die 70 Plätze waren bereits am ersten Anmeldungstag vergeben. Neun Sessions wurden im Vorfeld ausgewählt und versprachen die Qual der Wahl, denn jeweils drei Sessions lagen parallel.

Zunächst ließ ich mich von Carsten Schwab, Herstellungsleiter bei HOFFMANN UND CAMPE, ins „Wesen der Schrift und ihrer ästhetischen Wechselwirkung mit dem Trägermedium“ entführen. Aufschlussreich fand ich vor allem, daran erinnert zu werden, dass Menschen nicht immer Bücher gedruckt haben. Schriftrollen zum Beispiel gab es schon vor lange vor dem Buchdruck. Da mutet es paradox an, wenn das Scrollen eines E-Book-Textes bei iBooks 3.0 als „fast schon revolutionär“ angekündigt wird. Interessant ist also, wie sehr sich E-Books und Lesegeräte immer noch an traditionellen Buch- und Lesegewohnheiten orientieren – die Gründe dafür mögen auf der Hand liegen bei dem immer noch minimalen Anteil der E-Books am Buchmarkt. Ich erinnere mich dunkel, wie in den Urzeiten des Internets, also vor etwa 15 Jahren, über neue Möglichkeiten des Erzählens spekuliert wurde, die letztlich doch auf sich warten ließen.

Weiter ging es mit unserer eigenen Session:

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Kurz und gut

Der Beitrag von Wolfgang Krischke ist zwar schon vor etlichen Wochen erschienen, aber immer noch sehr lesenswert, nicht nur für Grammatikfans:
Kurze Sätze gut. Manche Sprachen haben extrem komplizierte Regeln, andere ganz einfache. Woran liegt das?

Dabei geht es einmal nicht um die gerne verbreitete Aufforderung, möglichst kurze Sätze zu schreiben, weil diese leichter verständlich seien. Im Artikel steht vielmehr die Struktur von Sprachen im Mittelpunkt, und die ist offenbar in weniger verbreiteten Sprachen komplexer als in Sprachen, die von sehr vielen Menschen gesprochen werden. Aber eins bleibt festzuhalten: Auch wenn die Grammatik vom Sprachwandel nicht ausgenommen ist, so bleibt sie doch besonders für die Schriftsprache unverzichtbar. Denn nur wenn die Sprache gewissen Spielregeln folgt, kann sie von anderen verstanden werden und damit der Kommunikation dienen.

Sprache: kurz und gut

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Der Sammelband Jetzt schreiben wir! enthält ausgewählte spannende, mitreißende, traurige und heitere Beiträge, die Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Schreibwettbewerbs einreichten.

Herausgegeben von Ines Balcik, Julia Dombrowski und Heike Schmidt-Abidi
mit einem Geleitwort von P. J. Blumenthal