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Ines Balcik, Sprachblog

Bildwörterbücher Arabisch und Grammatik Deutsch

Ein Buch in den Händen zu halten, an dem man selbst mitgearbeitet hat – sei es als Autorin, Lektorin oder Redakteurin – ist immer ein besonderer Moment. Deshalb freue ich mich, dass dieses Jahr in dieser Hinsicht bereits gut begann, nämlich mit deutscher Grammatik und zwei Bildwörterbüchern Arabisch. Ein schöner Anlass, die Übersicht über meine Printpublikationen zu aktualisieren.

Bereits im Herbst erschien das umfangreiche Bildwörterbuch Arabisch mit 15.000 Wörtern und Redewendungen. Anfang dieses Jahres sind zwei kleinere Bildwörterbücher dazugekommen, die sich mit 1.500 Wörtern auf den wichtigsten Grundwortschatz konzentrieren und in zwei Ausgaben nützliche Verständigungshilfen für Deutsch- und Arabischsprachige sein können.


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Von Buchstaben zu Sprache

Von Buchstaben zu Sprache

Als ich vor 11 Jahren anfing, im Sprachblog zu bloggen, veröffentlichte ich fast täglich einen Beitrag. Die Prioritäten haben sich längst verschoben. Ein kurzer Blick zurück in die Anfänge des Sprachblogs zeigt: Populär war seinerzeit die Hitliste häufig falsch geschriebener Wörter. Lustiger fände ich heute eine Hitliste grammatischer Fehler, aber die lässt sich weniger leicht erstellen. Letztlich wäre eine solche Liste auch nichts anderes als ein Dokument für Sprachwandel.

Was Sprache ausmacht, wie sich Buchstaben zu Wörtern und Sätzen formen und wie diese Buchstabengebilde menschliche Kommunikation ermöglichen, das ist das eigentlich Faszinierende – und die Konstante im Buchstabenwirbel. Das Buchstabenfoto zu diesem Blogeintrag zeigt ein Detail der faszinierenden Skulptur „Nomade“ von Jaume Plensa, zu finden auf der Bastion St. Jaume in Antibes.

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Gutes Deutsch unterwegs

Gutes Deutsch zum Nachschlagen

Vor vier Jahren noch sehnte ich mich nach der gedruckten Ausgabe des Dudenbandes „Richtiges und gutes Deutsch“, Band 9 der Nachschlagewerke zur deutschen Sprache in der Dudenreihe. Ein unentbehrliches Hilfsmittel für meine Arbeit als Lektorin ist dieses Werk weiterhin, aber meine Präferenzen haben sich geändert. Denn immer häufiger arbeite ich nicht am heimischen Schreibtisch, sondern an wechselnden Orten. Technisch ist das schon lange kein Problem mehr dank Smartphone, Laptop und Cloud-Lösungen. Aber in puncto Arbeitsorganisation hat es einige Zeit gedauert, bis ich mich wirklich wohlgefühlt habe beim mobilen Arbeiten.

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Inzwischen bin ich zum Beispiel sehr froh darüber, dass es den „grünen Duden“ auch als PDF gibt. In dieser Form kann ich ihn auf allen meinen Arbeitsgeräten nutzen – anders als Apps, die an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden sind. Das digitale „Blättern“ fühlt sich längst vertraut an, die Vorteile der Suche nach einem bestimmten Begriff in einer Datei sind sowieso unschlagbar, wie ich finde. Vor allem ist das Nachschlagewerk so immer dabei, ohne dass ich das mit seinen mehr als 1000 Seiten nicht gerade kleine und leichte Druckwerk im Gepäck herumschleppen muss.

So ändern sich Vorlieben auch bei der Lektoratsarbeit. Wer weiß, wie meine Arbeitsorganisation in vier Jahren aussehen wird.


Professionelle Sprecher

Mein Traumberuf ist Lektorin schon seit langer Zeit, ich bin dankbar. Einen heimlichen Traum habe ich nie verwirklicht: eine Sprecherausbildung. In einem Gastbeitrag erklärt Luisa Dziki, was beim professionellen Sprechen wichtig ist.

Mit Sprechen Geld verdienen

Ob im Radio, Film oder Werbung, neben dem Inhalt bleibt uns oft auch noch eine andere Sache hängen: Die Stimme! Allzugern zitieren wir dann unsere Lieblingsszenen mit dem Versuch, die Stimme zu imitieren. Oder vermeintlich hören wir unsere Lieblingsfernsehfigur plötzlich in einer Werbung.  Aber wie wird man eigentlich eine dieser Stimmen, deren Job es ist, uns zu verzaubern?

Die Aufgaben eines professionellen Sprechers
Ein Sprecher kann Texte für Hörspiele, Fernsehen, Radio oder Werbung „vorlesen“. Die Person muss sich dabei sauber und deutlich artikulieren können – und darüber hinaus eine angenehme, aber vor allem variabel einsetzbare Stimme haben. Denn ein Text, kann je nach Betonung, Geschwindigkeit und Lautstärke unterschiedlich auf den Zuhörer wirken.

Es gehört viel Präzision und Konzentration zur Arbeit eines Sprechers, denn er muss teilweise mehr als 200 Aufnahmen pro Tag machen. Daher sollte er nicht nur eine angeborene, geeignete Stimme besitzen, sondern auch geübt darin sein, sie einzusetzen.
In einem kleinen Tonstudio müssen die Sprecher es schaffen, die gewünschten Emotionen in ihre Stimme zu projizieren – obwohl sie selbst nicht weiter weg von der dargestellten Situation sein könnten. Somit gehört zum Sprecher-Job auch ein Talent zur Schauspielerei. Erschwerend kommt bei ausländischen Produktionen die Lippen-Synchronisation hinzu. Gar nicht so einfach, einem englischsprachigen Schauspieler authentisch deutsche Sätze in den Mund zu legen.

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Fast vergessene Mundarten

Als vor einiger Zeit die Mail eines freundlichen Bloglesers zur Mundart Potokisch in meinem Postfach landete, ahnte ich noch nicht, welche Kreise dieses Thema für mich ziehen würde. Vor Jahren notierte ich kurz im Sprachblog, dass Mantakisch, Hopgartnerisch und eben Potokisch Mundarten sind, die sich als deutsche Sprachinseln auf heute slowakischem Gebiet erhalten haben. Mehr über diese wohl hauptsächlich Sprachwissenschaftlern bekannten Mundarten und die Geschichte der Menschen, die sie sprechen, war mir nicht bekannt.

Mich faszinieren die Sprachinseln, weil sie zeigen, dass Migrationsbewegungen keine Erfindung der Globalisierung sind. Ganze Familien nahmen schon vor Jahrhunderten lange und beschwerliche Reisen auf sich, um in der Ferne eine besseres Leben zu finden. Ob die Gründe für die Auswanderung politischer, wirtschaftlicher oder sonstiger Natur waren und sind, ist nicht wichtig. Die Muttersprache bildet offenbar ein sehr starkes Band, das lange Zeit überdauert.

Sprachenkarte Böhmen

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