Joga ade

Joga ade

Inzwischen hat es sich herumgesprochen, zahlreiche Artikel und Beiträge wurden dazu in den letzten Wochen veröffentlicht: Die Regeln der amtlichen deutschen Rechtschreibung und die Schreibvarianten für einige Wörter wurden angepasst und aktualisiert. Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung in seiner aktuellen Form kann auf der Website des Rechtschreibrats eingesehen und von dort als PDF heruntergeladen werden:Regeln und Wörterverzeichnis/. Der Sprachwandel macht auch vor der neuen Rechtschreibung nicht halt.

Jetzt darf also offiziell in Großbuchstaben „ẞ“ neben „SS“ geschrieben und Glück „zum Neuen Jahr“ gewünscht werden.
Spannender finde ich etwas anderes:

 

mehr

Frauschaft

Frauschaft

Schade finde ich, dass sich zurzeit das Rad in vielerlei Hinsicht zurückzudrehen scheint. Erschreckend finde ich, welche menschlichen Abgründe sich öffnen, wenn es zum Beispiel um gendergerechte Sprache geht. Offenbar bin ich, die ich mit dem Feminismus der 1970er Jahre und den Cartoons von Claire Bretécher heranwuchs, nichts als ein Relikt ferner Welten.
Deshalb gibt es vieles, was ich noch lernen kann. Zum Beispiel ein für mich neues Wort, das noch dazu extra für Frauen bestimmt ist!

Tatsächlich war mir bis vor Kurzem nicht bewusst, dass der Duden ein Wort namens Frauschaft verzeichnet für ein „aus weiblichen Mitgliedern bestehendes Team“. Hm. So einfach kann gendergerechte Sprache also sein. Fragt sich nur, warum sich das Wort nicht durchgesetzt hat und der Sprachgebrauch bei „Mannschaften“ und „Teams“ bleibt.


Bildwörterbücher Arabisch und Grammatik Deutsch

Ein Buch in den Händen zu halten, an dem man selbst mitgearbeitet hat – sei es als Autorin, Lektorin oder Redakteurin – ist immer ein besonderer Moment. Deshalb freue ich mich, dass dieses Jahr in dieser Hinsicht bereits gut begann, nämlich mit deutscher Grammatik und zwei Bildwörterbüchern Arabisch. Ein schöner Anlass, die Übersicht über meine Printpublikationen zu aktualisieren.

Bereits im Herbst erschien das umfangreiche Bildwörterbuch Arabisch mit 15.000 Wörtern und Redewendungen. Anfang dieses Jahres sind zwei kleinere Bildwörterbücher dazugekommen, die sich mit 1.500 Wörtern auf den wichtigsten Grundwortschatz konzentrieren und in zwei Ausgaben nützliche Verständigungshilfen für Deutsch- und Arabischsprachige sein können.


  *

mehr

Von Buchstaben zu Sprache

Von Buchstaben zu Sprache

Als ich vor 11 Jahren anfing, im Sprachblog zu bloggen, veröffentlichte ich fast täglich einen Beitrag. Die Prioritäten haben sich längst verschoben. Ein kurzer Blick zurück in die Anfänge des Sprachblogs zeigt: Populär war seinerzeit die Hitliste häufig falsch geschriebener Wörter. Lustiger fände ich heute eine Hitliste grammatischer Fehler, aber die lässt sich weniger leicht erstellen. Letztlich wäre eine solche Liste auch nichts anderes als ein Dokument für Sprachwandel.

Was Sprache ausmacht, wie sich Buchstaben zu Wörtern und Sätzen formen und wie diese Buchstabengebilde menschliche Kommunikation ermöglichen, das ist das eigentlich Faszinierende – und die Konstante im Buchstabenwirbel. Das Buchstabenfoto zu diesem Blogeintrag zeigt ein Detail der faszinierenden Skulptur „Nomade“ von Jaume Plensa, zu finden auf der Bastion St. Jaume in Antibes.

mehr

Gutes Deutsch unterwegs

Gutes Deutsch zum Nachschlagen

Vor vier Jahren noch sehnte ich mich nach der gedruckten Ausgabe des Dudenbandes „Richtiges und gutes Deutsch“, Band 9 der Nachschlagewerke zur deutschen Sprache in der Dudenreihe. Ein unentbehrliches Hilfsmittel für meine Arbeit als Lektorin ist dieses Werk weiterhin, aber meine Präferenzen haben sich geändert. Denn immer häufiger arbeite ich nicht am heimischen Schreibtisch, sondern an wechselnden Orten. Technisch ist das schon lange kein Problem mehr dank Smartphone, Laptop und Cloud-Lösungen. Aber in puncto Arbeitsorganisation hat es einige Zeit gedauert, bis ich mich wirklich wohlgefühlt habe beim mobilen Arbeiten.

DUDEN 1891 0302 PAF1

Inzwischen bin ich zum Beispiel sehr froh darüber, dass es den „grünen Duden“ auch als PDF gibt. In dieser Form kann ich ihn auf allen meinen Arbeitsgeräten nutzen – anders als Apps, die an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden sind. Das digitale „Blättern“ fühlt sich längst vertraut an, die Vorteile der Suche nach einem bestimmten Begriff in einer Datei sind sowieso unschlagbar, wie ich finde. Vor allem ist das Nachschlagewerk so immer dabei, ohne dass ich das mit seinen mehr als 1000 Seiten nicht gerade kleine und leichte Druckwerk im Gepäck herumschleppen muss.

So ändern sich Vorlieben auch bei der Lektoratsarbeit. Wer weiß, wie meine Arbeitsorganisation in vier Jahren aussehen wird.