Einträge aus der Kategorie: Kurz notiert
Digitales Sprachensterben
Am heutigen Internationalen Tag der Muttersprache wird daran erinnert, dass weltweit zahlreiche Minderheitensprachen allmählich in Vergessenheit geraten.
Vom digitalen Aussterben bedroht sind Sprachen, die in der Welt der Informationstechnologie aus den unterschiedlichsten Gründen unzureichend oder gar nicht vertreten sind. Eine Untersuchung an 30 europäischen Sprachen im Jahr 2012 zeigte, dass 21 dieser Sprachen digital kaum vertreten sind.
Das europäische Exzellenz-Netzwerk META-NET, zu dem 60 Forschungseinrichtungen in 34 Ländern gehören, hat deshalb eine Strategische Forschungsagenda für das mehrsprachige Europa 2020 (SRA – Strategic Research Agenda for Multilingual Europe 2020) entwickelt. Die Agenda wurde im Januar anlässlich des Deutschen Sprachtechnologietages 2013 offiziell vorgestellt. So soll unter anderem durch Informations- und Sprachtechnologie die Zukunft der europäischen Sprachen gesichert werden und die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas als Wettbewerbsvorteil dienen.
Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt gibt es unter meta-net.eu.
Alles gut?
Nach dem Wort des Jahres (2012: Rettungsroutine) und dem Unwort des Jahres (2012: Opfer-Abo) fehlt noch eine Phrase des Jahres. (Mein unmaßgeblicher Vorschlag: Alles gut.)
Immerhin gibt es bereits seit einigen Jahren die weniger bekannte Aktion Satz des Jahres. Der Satz des Jahres 2012 heißt: „Mir fehlte das Fingerspitzengefühl.“ Mehr Fingerspitzengefühl und weniger Aufgeregtheit wünschte ich mir auch in der aktuellen Diskussion um die Sprache in Kinderbüchern.
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Foto: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bunter Textreigen
Zum zweiten Mal gab es eine Blogwichtelaktion im Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen. Wichtel gelten als gutmütige und hilfsbereite Hausgeister. In ihrer modernen Form als Blogwichtel erweisen sie sich als freundliche Bloggerinnen, die in der Vorweihnachtszeit andere Bloggerinnen mit einem Blogbeitrag beschenken.
Im Sprachblog schrieb in diesem Jahr Katrin Zinoun einen Gastbeitrag zu Infografiken, letztes Jahr berichteten Daniela Dreuth (Thüringer Weihnachtsgebäck) und Elke Hesse (Münchner Weißwürscht) über regionale Sprachspezialitäten.
Auch 2012 ist die thematische Bandbreite der Wichtelbeiträge sehr groß. Im TT-Blog werden alle Beiträge in der Reihenfolge ihres Erscheinens angekündigt. Eine nach den Gastgeberblogs sortierte Übersicht über alle Beiträge des Blogwichtelns 2012 findet sich hier.
Viel Spaß beim Lesen!
Jetzt auch hier: Herr Spazier
Auf den ersten Blick hielt ich es für einen Irrtum, als Wortschatz Deutsch mir bei der Suche nach Wörtern, die mit „spazieren“ verwandt sind, „Spazier“ präsentierte. Aber natürlich irrt sich die Datenbank nicht und ich habe wieder etwas gelernt: Johann Gottlieb Karl Spazier scheint ein recht bemerkenswerter Mensch gewesen zu sein. Die Liste seiner vielseitigen Professionen ist beeindruckend: „Sänger, Hofmeister und Lehrer am Philanthropin in Dessau, Professor, Hofrat, Lehrer an einer Handelsschule in Berlin, Autor, Liedkomponist und Publizist“ war er Wikipedia zufolge.
Sprachkalender 2013
Noch nicht einmal die Hälfte des Jahres 2012 ist vorbei und doch gibt es schon neue Kalender für 2013. Ganz besonders habe ich mich über das Paket mit druckfrischen Exemplaren des Dudenkalenders 2013 gefreut, das ich vor einigen Tagen erhielt. Um diesen Kalender geht es: Duden Auf gut Deutsch! 2013. Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl einfach erklärt.
Für mich ist es inzwischen der dritte Dudenkalender, für den ich Beiträge geschrieben habe, für Mitautorin Elke Hesse bereits der sechste, wenn ich richtig gezählt habe. Auch die Blätter für den Dudenkalender 2014 werden von uns geschrieben. Die deutsche Sprache ist ergiebig. Unterhaltsames, Wissenswertes und Kurioses zu diesem Thema lässt sich reichlich finden. Die Leserinnen und Leser der Kalender haben hoffentlich ebenso viel Freude daran wie wir.









