« « Die Sache mit dem -en
In der Urlaubsschleife » »
Wie kommen die Anten in die Anden?
„Die Gänse und die Anten, die war’n die Musikanten“, so heißt es in der Vogelhochzeit. Um des lieben Reimes willen wurden die Enten im Lied zu Anten.
Die Anten, die vor langer Zeit nördlich des Schwarzen Meeres lebten, hätten sich darüber sehr gewundert. Mit den Anden hatten sie nichts zu tun – wieso gelangen sie nun mit ihnen zusammen ins Sprachblog?
Das verdanken sie dem Umstand, dass sowohl „-anten” als auch „-anden” deutsche Wortendungen sind. Den Bedeutungsunterschied erläutert Elke Hesse hier. Leider haben die Schreiber der beiden folgenden Textstellen ihre einleuchtende Erklärung nicht beherzigt:
![]()
![]()
Probanten und Doktoranten gibt es nicht, nur Probanden und Doktoranden. Besonders Letztere sollten sich im wirklichen Leben lieber aktiv als passiv verhalten. Aus Grammatiksicht aber liegt diesem sogenannten Gerundiv, einer im Lateinischen beliebten grammatischen Konstruktion, eine passive Bedeutung zugrunde.
Kommentare: (per RSS abonnieren)








Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Eintrag.