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Ines Balcik, Sprachblog

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Wie bilde ich ein Adverb?

bekanntlichWas ist denn das?

Wie in der englischen Sprache Adverbien regelmäßig gebildet werden, haben wir alle in der Schule gelernt: Man nehme ein Adjektiv und füge die Endung -ly an. So weit, so gut.

Über deutsche Adverbien wissen wir meist deutlich weniger gut Bescheid. Aber das ist auch kein Wunder, denn sogar die dicke Dudengrammatik, selbst alles andere als leichte Kost, bezeichnet Adverbien wortwörtlich als „schwierige Wortart“.

Adjektive werden im Deutschen mit verschiedenen Endungen gebildet, zum Beispiel -lich. So ist etwa „fröhlich“ ein ganz normales Adjektiv. Lassen wir einmal beiseite, dass in der deutschen Sprache Adjektive auch adverbial gebraucht werden können, ohne dass eine spezielle Endung nötig ist. Kommen wir zurück zum Wort aus der ersten Zeile: Unglücklicherweise ist „bekanntlich“ gar kein Adjektiv, sondern ein aus dem Adjektiv „bekannt“ abgeleitetes Adverb. Eine weitere Adverbendung, und nichts anderes ist -weise, ist also überflüssig, denn das wäre doppelt gemoppelt. Das Wort „bekanntlicherweise“ dürfte es also aus Grammatiksicht gar nicht geben.

Bleiben wir bei Adverbien: Nach der Logik des Immer Mehr fragt die FAZ in diesen Tagen. Lassen wir inhaltliche Fragen beiseite: Wie sieht es denn mit der Rechtschreibung der Überschrift aus, stimmt da alles?


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Autoren: Jürgen Folz, Klaus Röhe, Ines Balcik; Redaktion: Corinna Löckle-Götz, Joachim Neubold, Arkadiusz Wróbel