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Wanderland ohne Dativ
Wikipedia drückt es hübsch aus: Bei Eigennamen bestehe „eine gewisse Neigung zur Aufgabe der Deklination“. Diese Neigung kommt auf den beiden Bildern sehr deutlich zum Ausdruck:

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Im Werbelektorat brauchen Lektoren oft diplomatisches Geschick, um zwischen Kundenwünschen und Sprachansprüchen zu vermitteln. Ich vertrete gerne den Standpunkt, dass Lesbarkeit wichtiger ist als Regeltreue. In manchen Fällen kann ich also durchaus verstehen, wenn Unternehmen eigenen Sprachregeln folgen wollen.
Wäre ich in diesem Fall gefragt worden, hätte ich abgeraten. Hier wirkt das Wegfallen der Deklination sehr unglücklich – vorsichtig ausgedrückt. Wenn wenigstens optisch durch die typografische Gestaltung klar erkennbar wäre, dass Österreichs Wanderdörfer sich von deutschen Grammatikregeln distanzieren wollen, hätte ich ein Auge zugedrückt.
PS Sind Wanderdörfer eigentlich verwandt mit Wanderbaustellen?
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