Von Buchstaben zu Sprache

Von Buchstaben zu Sprache

Als ich vor 11 Jahren anfing, im Sprachblog zu bloggen, veröffentlichte ich fast täglich einen Beitrag. Die Prioritäten haben sich längst verschoben. Ein kurzer Blick zurück in die Anfänge des Sprachblogs zeigt: Populär war seinerzeit die Hitliste häufig falsch geschriebener Wörter. Lustiger fände ich heute eine Hitliste grammatischer Fehler, aber die lässt sich weniger leicht erstellen. Letztlich wäre eine solche Liste auch nichts anderes als ein Dokument für Sprachwandel.

Was Sprache ausmacht, wie sich Buchstaben zu Wörtern und Sätzen formen und wie diese Buchstabengebilde menschliche Kommunikation ermöglichen, das ist das eigentlich Faszinierende – und die Konstante im Buchstabenwirbel. Das Buchstabenfoto zu diesem Blogeintrag zeigt ein Detail der faszinierenden Skulptur „Nomade“ von Jaume Plensa, zu finden auf der Bastion St. Jaume in Antibes.

Sprachge wandelt sich nicht nur, sie ist längst museumsreif.

Die Zusammensetzung von Buchstaben mag sich ändern und in verschiedenen Sprachen unterschiedlichen Mustern folgen. Die Buchstaben selbst bleiben. Wer sich jenseits von Sprache für ganz konkrete Buchstaben interessiert, der möge das Berliner Buchstabenmuseum besuchen, das Buchstaben sammelt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Sprache bewahren und Sprache erleben und beleben, alles ist möglich. Sogar Sprache, Sprachen und Linguistik passen zusammen in ein Museum. In Paris hat sich
Mundolingua ganz der Welt der Sprache verschrieben.

Da es nicht mehr lange dauert bis zum Jahreswechsel, möchte ich zwei Wörter mit auf den Weg geben, die zum Silvesterabend passen und außerdem ein Beispiel für Bedeutungsverschiebung sind: Wir feiern.

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