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Ines Balcik, Sprachblog

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Von Abbestellung bis YMMD

Das neue Jahr ist noch ganz frisch, aber ich kann an mein Sprachorakel aus dem alten Jahr schon eine Prognose anschließen. Sie lautet: Sprache ist geduldig. Deshalb werden wir uns auch im Jahr 2012 erfreuen an einer breiten Ausdruckspalette, die beim guten alten geschraubten Amtsdeutsch beginnt und im Kürzelrausch nicht endet. Hier zwei Fundstücke aus dem Dezember in einem Stil, von dem ich in meiner Naivität angenommen hatte, er sei in E-Mails und im Internet längst ausgestorben:
Amtsdeutsch
Amtsdeutsch

Das Gute an solchen Funden ist, dass sie ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Liebe unbekannte Verfasser dieser Zeilen: YMDD (you made my day).

 


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Ich wundere mich immer wieder, wie wenige Menschen die völlige Anglisierung unseres Wortschatzes zur Kenntnis nehmen. Auch wenn man kein Nationalist ist. Überall nur Account Manager und CEOs, Mitarbeiter werden gebrieft, Studenten machen den Bachelor, ein Accessoir ist ein Must-Have (groß oder klein?), ich gehe kurz in meinen Email-Account, schaue abends eine Soap. Habe ich irgendwas verpasst?


YMMD indem ich dank der letzten Zeile („YMDD”) ins Probieren und Spekulieren geriet – aber leider nichts Präsentables fand.
Ein Spaß war’s dennoch!



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Autorin: Sigrid Pöschl; Redaktion: Ines Balcik