Schreib mir meinen Namen

Aufmerksame Rechtschreibbesserwisser finden natürlich auch im Sprachblog Fehler. Ja, der offensichtlichste Fehler verbirgt sich sogar nicht weit weg von jedem einzelnen Blogeintrag im Sprachblog. Ein Dauerbrennerfehler also. Wer ihn findet, darf sich Adlerauge nennen. ;-)

Fehler, die andere machen, fallen sofort ins Auge und über sie lässt es sich am leichtesten lästern. Zum Beispiel über die kreative Namensverformung „Baldig“.

Tippfehler in der Anrede

Ein falscher Buchstabe im Namen ist schnell getippt. Da der Adressat seinen eigenen Namen aber schon lange und gut kennt, ist gerade bei der Anrede besondere Sorgfalt gefragt. Besonders dann, wenn man etwas von dem oder der Angeredeten erbitten will.

Nun gut, Aufmerksamkeit hat die E-Mail mit dem falsch geschriebenen Namen bei mir geweckt, als ich sie im Postfach entdeckte. Aber die Anrede „Sehr geehrte“ in einer E-Mail machte mich misstrauisch, der falsche Name und der weitere Text, der vielleicht gut gemeint, aber viel zu offensichtlich ein vorgefertigter Textbaustein war, taten ein Übriges: Ablage P.
Eine weniger geschraubt formulierte E-Mail und mein richtig geschriebener Name hätten mich vielleicht anders reagieren und die Bitte erfüllen lassen.

Kommentare:
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    Tabea
    28. November 2014

    Ja, tu’ das mal!

    (Ich kaue immer noch auf “Internetadressen in Printprodukten” herum. Was das wohl heißt???)

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    Ines
    27. November 2014

    Den Wandel zu beobachten, finde ich sehr spannend, das betrifft auch die Schreibung von Internetadressen in Printprodukten. Darüber könnte ich demnächst wieder einmal etwas bloggen, fällt mir gerade ein.

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    Tabea
    27. November 2014

    Die Diskussion ist für mich, weißhaarig, recht interessant, denn der pc und emails sind relativ spät in mein Leben getreten.
    Ob der fehlerhafte Name durch Tippfehler zustande gekommen ist oder durch ein Rechtschreibprogramm wie ich es habe, das von Analphabeten gebastelt wurde?
    Wenn ich partout keine Idee habe, wie ich den Adressaten, einen Handwerker z.B.,  anreden sollte, schreibe ich auch “Guten Morgen” o.ä.  “Sehr geehrte ....” u.ä. finde ich für einen ersten Kontakt generell angemessen. Wenn mich allerdings jemand in einer Mail mit “Hallo” begrüßt, vor allem, wenn wir uns gar nicht kennen, ist das doch sehr merkwürdig.

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    Daniela
    16. Oktober 2014

    Als Bloggerin passiert mir das zwar gelegentlich auch, aber da empfinde ich eine derart formelle Anrede auch als unpassend. Meist wird in der Bloggerszene ja geduzt, scheinbar ist das allerdings noch nicht zu jedem vorgedrungen. :-)

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    Ines
    16. Oktober 2014

    Offensichtlich haben wir sehr unterschiedliche E-Mail-Kontakte und -Erfahrungen. :-) Außerdem kontaktierte der Namenfalschschreiber mich als Bloggerin.

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    Daniela
    16. Oktober 2014

    Gut, aber ich finde nicht, dass sich da schon ein allgemeiner Standard durchgesetzt hat. Die “Guten Tag”-Anrede hatte ich bisher sehr selten, “Liebe xy” schon häufiger. Ich finde aber, dass eine Anrede, die du zwar als altmodisch empfindest, die aber, vor allem im Geschäftsverkehr, noch alltäglich ist, keinen Grund für Misstrauen bietet. Der falsch geschriebene Name, sicher, der bietet Anlass, genauer hinzusehen. Obwohl leider auch das immer mal wieder vorkommt.
    Ich habe keineswegs etwas gegen Veränderungen, empfinde auch den E-Mail-Kontakt als lockerer. Meist wird spätestens bei der dritten Mail auf “Liebe” oder “Hallo” umgeschwenkt. Aber der Erstkontakt ist oft noch formell.

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    Ines
    16. Oktober 2014

    In E-Mails empfinde ich diese Anrede längst als überholt und viel zu steif. Mir gefällt „Guten Tag“ in Verbindung mit dem Namen gut für die höfliche erste Kontaktaufnahme. Mir ist klar, dass viele anderer Meinung sind.
    Das gute alte „Liebe/Lieber Frau/Herr xy“ finde ich auch nicht schlecht, vor allem wenn es zum Rest der Mail passt, das heißt, wenn ein Text folgt, der wirklich für mich geschrieben und kein nichtssagendes Blabla ist.
    Gut in Mails gefällt mir auch die Variante mit Vor- und Nachnamen („Liebe Ines Balcik“), die ich in letzter Zeit öfter lese. Ich mag Veränderungen. ;-)

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    Daniela
    15. Oktober 2014

    Jetzt frage ich mich aber, worin das Problem bei der Anrede “Sehr geehrte Frau ...” in einer E-Mail liegt. Einige (vor allem neue) Kunden schreiben das genauso wie viele der Autoren oder Verlage, die wegen einer Rezension anfragen. Und ich spreche mir unbekannte Menschen auch per E-Mail höflich an. Ich stolpere eher über E-Mails von Menschen, die mich beim ersten Kontakt schon mit “Hallo” anreden (geschäftlich, wenn es ums Blog geht, ist es normal).

    Empfindest du das wirklich als geschraubt? Welche Anrede hältst du für in E-Mails angemessen?

    LG
    Daniela

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