Welche Programme brauche ich fürs Lektorat?

Lektoren, die einst keine anderen Hilfsmittel als Papier und Stift für ihre Arbeit hatten, bewundere ich sehr. Für mich gehören Dateien und passende elektronische Helferlein längst zur täglichen Lektoratsarbeit. Wenn die Technik im Hintergrund reibungslos läuft, denke ich, wie vermutlich viele andere auch, nicht weiter darüber nach, welche Programme ich gerade nutze. Aber dann traten neulich gleich zweimal im Abstand von wenigen Tagen unvorhergesehene Ereignisse ein, die mich zwangen, den PC neu aufzusetzen – und damit auch über Arbeitsmethoden und Datensicherung nachzudenken. Im Nachhinein gesehen war das ein guter Anlass, meine Arbeitsprozesse im Lektorat etwas anzupassen.
In der Regel ist es längst kinderleicht, neue Programme zu installieren. Trotzdem kann ich ein Lied davon singen, wie viel Zeit ich gelegentlich auf der Suche nach einem falsch gesetzten Häkchen verbringe oder nach einer Funktion, von der ich zwar weiß, dass es sie gibt, die ich aber in der Dokumentation gerade nicht finde, weil mir die exakte Bezeichnung fehlt.

Aber nun, da alles wieder so läuft, wie es für mich passt, möchte ich einige Erkenntnisse teilen. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen.

Snipping Tool

Praktisch: Snipping Tool*
Windows 7 hatte ich schon vorher auf dem PC, aber das Snipping Tool habe ich erst jetzt entdeckt. Ein nützliches Helferlein, mit dem sich unkompliziert Bildschirmausschnitte ptoduzieren lassen. Alle Bilder in diesem Blogbeitrag sind mit diesem Tool entstanden.

Ohne Textverarbeittungsprogramm kommen Lektoren nicht aus. OpenOffice bietet viele Möglichkeiten, ich nutze es gerne. Dennoch führt für mich kein Weg an Microsoft Word vorbei, vor allem in den vielen Fällen, in denen die Arbeit mit Format- und Dokumentvorlagen nötig ist.

Längst nutze ich Office365, denn so kann ich auch mobil mit Word arbeiten an Android-Smartphone und Windows-Netbook. Allerdings hat die App fürs Smartphone ihre Grenzen: DOC-Dateien lassen sich ebensowenig damit bearbeiten wie OpenOffice-Dateien. Ersteres finde ich ärgerlich, umgehen lässt es sich mit der kostenpflichtigen App Textmaker Mobile.

App ohne DOC

Direkt im Browser arbeiten ist mit Office365 zwar möglich, aber nur mit eingeschränkten Funktionen.

Word Online

Im Browser lassen sich DOC-Dateien öffnen, aber Word Online* kennt unter anderem keine Formatvorlagen und keine Kommentare und lässt auch sonst einiges vermissen. Der Screenshot lässt erkennen, dass die kleinen Pfeile fehlen, die sonst zu weiteren Funktionen des Programms führen. Textvearbeitung mit Word Online ist nur ein Notbehelf, wenn gar nichts anderes mehr geht.

Word Online

Neben der Textverarbeitung unverzichtbar fürs Lektorat, insbesondere fürs Werbelektorat, ist die Arbeit mit PDF-Dateien. In den letzten Jahren habe ich gerne den PDF-Korrektor genutzt, weil er die gewohnten Korrekturzeichen darstellt. Allerdings kommt es immer häufiger vor, dass Kunden ausdrücklich Korrekturen mit den Adobe-Werkzeugen wünschen. Dies und der Umstand, dass Zusatzlizenzen teuer sind und kein Update des Korrektors zu erwarten ist, haben mich dazu bewogen, in Zukunft ganz auf ihn zu verzichten.

Eine weitere Lehre aus meinen Umrüstungsarbeiten der letzten Wochen ist, dass ich die Sicherung meiner Dateien übedacht habe. Auch dabei sind von Zeit zu Zeit Anpassungen erforderlich. Für mich hat sich eine Kombination aus verschlüsseltem Speichern in der Cloud und Speichern auf einer externen Festplatte bewährt.

(* Schreibung des Anbieters)

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