Mobil schreiben und online trennen

Seit ich vor einigen Jahren über Apps für alle Sprachfälle schrieb, hat sich einiges getan. Auch an mobilen Geräten lassen sich Texte professionell bearbeiten, auf die gewohnten Programme muss niemand verzichten. Aber heute geht es mir gar nicht um raffinierte Apps und Tools, sondern um die beiden Wörter mobil und online und ihre Schreibung.

online und mobil

Beide Wörter sind Adjektive und Adjektive werden kleingeschrieben, das ist nicht weiter bemerkenswert. Aber bitte daran denken, dass sich die Schreibung ändert, sobald eine Verbindung mit einem Substantiv gebildet wird: Mobilfunk und Onlinebuchung zum Beispiel werden groß- und zusammengeschrieben.

Aber während mobil ein ganz normales Adjektiv ist, das einem Substantiv angepasst und attributiv gebraucht werden kann, ist online ein unveränderliches Adjektiv, das nur prädikativ gebraucht wird. Die beiden Beispiele verdeutlichen es:

ein mobiles Gerät – attributiv (Adjektiv vor dem Substantiv passt sich in Fall, Zahl, Geschlecht an)
das Gerät ist online – prädikativ (Adjektiv nach dem Substantiv in Verbindung mit „sein“  bleibt unveränderlich)

Und wo kann man die beiden Wörter trennen? Ganz einfach: mo-bil und on-line. Bitte nicht onli-ne trennen, das geht nicht, auch wenn die grundlegende Trennregel besagt, dass ein einzelner Konsonant auf die neue Zeile kommt. Hier haben aber die Sprechsilben Vorrang, entsprechend der Aussprache „on-lein“ wird on-line getrennt.

Zum Schluss noch ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Wörter: Das Wort online hat erst mit dem Internet seinen Siegeszug in der deutschen Sprache angetreten. Mobil sind wir schon viel länger. Zwar wurde das Wort im 18. Jahrhundert zunächst im militärischen Sinn gberaucht, erwies sich dann aber in weiteren Bedeutungen, Ableitungen und Zusammensetzung als wirklich mobil („beweglich“).

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