Gedankenstrich (II)

Vor einiger Zeit wies ich auf das Buch „Balancieren auf dem Gedankenstrich“ von Irmgard Sonnen (Queredo Verlag) hin. Seit einigen Tagen liegt es neben mir auf meinem Schreibtisch – ein liebevoll gemachtes Buch zur „Buchstäblichkeit“ und zum „rhetorischen Impetus“ des Gedankenstrichs.

Ich liebe das Internet mit all seinen Möglichkeiten. Umso mehr genieße ich aber auch das Vergnügen, ein richtiges Buch aus Papier in den Händen zu halten, darin zu blättern und zu lesen.
Irmgard Sonnens Buch ist eines, das Genuss bereitet. Es kommt in der Aufmachung ganz klassisch daher: gebunden, schwarz-weiße Grafiken, mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Versammelt sind Texte von Heinrich Heine, Heinrich von Kleist, Christian Morgenstern, Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe, Walter Benjamin, Man Ray, Hans Brög, Karl Riha, Jürgen Kisters, Michael Kröger und anderen, das Nachwort schrieb Wilhelm Schmid. Zusätzlich enthält das Buch ein Kalendarium, das Raum für eigene Gedankennotizen bietet. Mit 160 Seiten ist es kein dicker Wälzer, aber dafür ein Buch, in das ich immer wieder gerne hineinschauen werde.

Zum Verschenken am Jahresende eignet sich das Buch sehr gut, ist doch die Weihnachtszeit mit ihren langen Abenden und der Aussicht auf den Jahreswechsel traditionell eine Zeit der Besinnung – und nun auch eine Zeit der persönlichen Gedankenstriche.
Der Anspruch des Verlags, Bücher an der Schnittstelle von Literatur, Poesie, bildender Kunst und Design zu gestalten, macht neugierig auf weitere interessante Publikationen.

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