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Ines Balcik, Sprachblog

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Erneuerbare Energien

Auch das Bundesumweltministerium (2 n, 3 m) nimmt sich erneuerbarer Energien (3 n) an. Bei so viel n und m kann es schon mal zu Buchstabenvermehrungen und Vermengungen der beiden Tastaturnachbarn kommen, wie der Screenshot beweist. Wer weiß, welche Energien auf diese Weise noch freigesetzt werden können.

Energien

Noch eine Ergänzung, weil oft danach gefragt wird, ob erneuerbar klein- oder großgeschrieben wird: Adjektive werden nach wie vor kleingeschrieben (nur Eigennamen und wenige Fügungen ausgenommen), also: erneuerbare Energien.
Anders ist es beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Ein Adjektiv und zwei Substantive sind dabei zu einer substantivischen Fügung zusammengeschlossen, deshalb muss wie bei jedem Substantiv der erste Buchstabe großgeschrieben werden. EEG-Gesetz ist übrigens doppelt gemoppelt, Gesetz ist bereits durch G in der Abkürzung enthalten.


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Noch eine Ergänzung, weil oft danach gefragt wird, ob erneuerbar klein- oder großgeschrieben wird: Adjektive werden nach wie vor kleingeschrieben (nur Eigennamen und wenige Fügungen ausgenommen), also erneuerbare Energien.
Anders ist es beim Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ein Adjektiv und zwei Substantive sind dabei zu einen substantivische Fügung zusammengeschlossen, deshalb muss wie bei jedem Substantiv der erste Buchstabe großgeschrieben werden.


“Erneuerbare Energie(n)” ist ein Eigenname und muss groß geschrieben werden. Energie im physikalischem Sinne, um welche es sich hier offensichtlich handelt, kann, nach der Gesetzmäßigkeit der Energieerhaltung, weder erneuert, erschaffen, noch vernichtet werden. Wenn dies möglich wäre, könnte man nach Einsteins E=mc^2 Materie erschaffen (aus dem nichts). Außerdem existiert in diesem Kontext kein Plural von Energie, sprich „Energien“ sind wissenschaftlich nicht deffiniert. Ein Vergleich wäre zum Beispiel Wasser. Es existieren Gewässer und Wässer, oft auch Wässerchen gennant, nur haben diese “Pluraformen” offensichtlich nichts mit Wasser (H_2O) zu tun.
Daher kann es sich bei “Erneuerbare(r) Energie(n)“ nur um einen Eigennamen handeln.
Interessant wäre allerdings, wer sich diesen höchst irreführenden Namen ausgedacht hat.


Das Schöne an Sprache ist, dass sie sehr geduldig und anpassungsfähig ist. ;-)


@Qr-B: Falsch! “Erneuerbare Energien” ist kein Eigenname. Die Reduzierung von “Energien” auf die physikalische Bedeutung kommt zu kurz. Es heißt “erneuerbare Energien”, “alternative Energien”, “regenerative Energien”. Alles keine Eigennamen, sondern grammatikalisch richtige Formulierungen.



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Autoren: Ines Balcik, Klaus Röhe, Verena Wróbel; Redaktion: Corinna Löckle-Götz, Joachim Neubold, Arkadiusz Wróbel