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Ines Balcik, Sprachblog

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Ein Mä(h)rchen

„Das Mährchen ist bunt und lustig genug, und ich finde die Idee, deren Sie einmal erwähnten, ‚das gegenseitige Hülfleisten der Kräfte und das Zurückweisen auf einander,‘ recht artig ausgeführt.“

Ein weiterer Beleg für schlampige Rechtschreibung im Internet?

Nein, ein Zitat aus Schillers Briefwechsel mit Goethe und damit ein Beleg für den Wandel der Sprache im Laufe der Jahrhunderte – und eine Erinnerung daran, dass Rechtschreibung nur ein Hilfsmittel bei der schriftlichen Kommunikation ist.


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Dabei hat doch das Märchen noch nie was mit der Mähre zu tun gehabt - abgesehen davon, dass Prinz und Prinzessin darauf in den Sonnenuntergang ritten ...


... und die Mähre zuvor vielleicht mit einem Möhrchen lockten, wer weiß das schon so genau ... ;-)


Aber es gibt die “Mär”. Heißt das nicht auch Geschichte oder so?

Die Mehrchen wiederum sind wieder was Anderes :-)


Es war einmal eine Mär von Märchen, Mähren und Möhren. Oder so ähnlich. ;-)


Und es gibt Märchen, die am Meer spielen. Seltener kommen darin auch mürrische, möhrennagende Mägde mit nach Myrrhe duftenden Mähnen vor ...


... und mitunter sogar ein Mahr aus Mähren.


Aber die ewig mäandernde Mär von märkischen Markisen munkelt in mythischen Musen umher.

Puh….


Muaaaahahaha



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Autorin: Sigrid Pöschl; Redaktion: Ines Balcik