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Was immer man von"Friss oder stirb!” halten mag, rein grammatisch betrachtet sind die beiden Imperative völlig korrekt. Noch jedenfalls, denn umgangssprachlich sind die Formen mit e längst auf dem Vormarsch.
So ist es wenig verwunderlich, dass eine falsche Form mitunter auch gedruckt wird:
In diesem Fall finde ich das besonders ärgerlich, denn der Text, aus dem das Bild stammt, richtet sich an 6- bis 12-Jährige. Ich finde es sehr traurig, dass gerade diese Zielgruppe sprachlich oft nicht ernst genommen wird: Übertrieben kurze Sätze, eine Bombardierung mit Aufforderungen und nachlässige Rechtschreibung sagen mehr über die Schreiber als über die Leser aus, fürchte ich.
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Irgendwann werden diese Imperative als völlig normal empfunden werden. (schauder!)
Das passt jetzt nicht GENAU hierhin, geht aber in die Richtung:
Wie ist es derzeit mit zwei anderen Erscheinungen, die mir (nicht mehr jung) immer noch aufstoßen: “ansprechen” und “Sinn machen”?
Kann man das inzwischen sagen oder schreiben? Oder ist es immer noch falsch?
Nach meinem subjektiven Empfinden ist “ansprechen” (was ich selbst IMMER vermeide) schlimmer als “Sinn machen”, das ich inzwischen kaum mehr als Anglizismus empfinde und womöglich auch schon verwendet habe. Aber das sehen andere vielleicht anders?
Zur Wendung “Sinn machen” gibt es im Bremer Sprachblog einiges zu lesen. So neu im Deutschen, wie häufig vermutet wird, ist “Sinn machen” offenbar nicht.
Was ist denn an “ansprechen” auszusetzen? Mir fällt gerade keine sonderbare Verwendung ein.
Erstmal vielen Dank für den Link - die Seite kannte ich noch nicht.
Dann war ich mit dem einfachen Anführen des Wortes “ansprechen” leider nicht genau genug: Ich meinte Sätze der Art “Dort wird dieses Problem angesprochen”.
Geht das oder geht es nicht?
Der Stilduden führt 7 Bedeutungsvarianten für “ansprechen” an. “Ansprechen” im Sinne von “zur Sprache bringen” ist auch darunter.
Stilduden - was es nicht alles gibt!
Vielen Dank!