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Ines Balcik, Sprachblog

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Von Fall zu Fall

Warum heißt es “folge mir!”, aber “er verfolgt mich”, fragt mich jemand, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist.
Auf solche Fragen antworte ich gerne, dass Sprache letztlich arbiträr ist. Das ist die kurze Antwort, die auch noch etwas hermacht (wer fragt schon gerne nach, wenn er ein Fremdwort nicht genau verstanden hat).
Die längere Antwort würde beginnen etwa zu der Zeit, als die Germanen noch auf Bäumen lebten (eine Zeit, auf die jener Nicht-Deutsch-Muttersprachler sehr gerne verweist) und in einem langen sprachgeschichtlichen Bogen im Jahr 2006 landen.
Als Muttersprachler können wir uns entspannt zurücklehnen und sagen: Das heißt eben so. Punkt.

Aber auch für Muttersprachler ist die deutsche Sprache nicht immer eindeutig. “Über” zum Beispiel kann mit dem Dativ oder mit dem Akkusativ verbunden werden, je nachdem, ob eine Lage (Dativ) oder eine Richtung (Akkusativ) ausgedrückt werden soll. Im folgenden Beispiel hätte ich den Akkusativ gewählt:

ergießen über
ergießen über


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Der Sammelband Jetzt schreiben wir! enthält ausgewählte spannende, mitreißende, traurige und heitere Beiträge, die Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Schreibwettbewerbs einreichten.

Herausgegeben von Ines Balcik, Julia Dombrowski und Heike Schmidt-Abidi
mit einem Geleitwort von P. J. Blumenthal