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Von Fall zu Fall
Warum heißt es “folge mir!”, aber “er verfolgt mich”, fragt mich jemand, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist.
Auf solche Fragen antworte ich gerne, dass Sprache letztlich arbiträr ist. Das ist die kurze Antwort, die auch noch etwas hermacht (wer fragt schon gerne nach, wenn er ein Fremdwort nicht genau verstanden hat).
Die längere Antwort würde beginnen etwa zu der Zeit, als die Germanen noch auf Bäumen lebten (eine Zeit, auf die jener Nicht-Deutsch-Muttersprachler sehr gerne verweist) und in einem langen sprachgeschichtlichen Bogen im Jahr 2006 landen.
Als Muttersprachler können wir uns entspannt zurücklehnen und sagen: Das heißt eben so. Punkt.
Aber auch für Muttersprachler ist die deutsche Sprache nicht immer eindeutig. “Über” zum Beispiel kann mit dem Dativ oder mit dem Akkusativ verbunden werden, je nachdem, ob eine Lage (Dativ) oder eine Richtung (Akkusativ) ausgedrückt werden soll. Im folgenden Beispiel hätte ich den Akkusativ gewählt:
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