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Ines Balcik, Sprachblog

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Textreinigung

Wenn gutes Schreiben doch so einfach wäre, wie der neue Floskelscanner von Hans-Peter Förster verspricht: Software für 48 Euro kaufen, installieren und aller Textsorgen ledig sein.

Bereits beim Lesen der Überschrift zur Pressemeldung beschleichen mich leise Zweifel:
Textreinigung

Einer Textreinigung könnte ich etwas abgewinnen, aber so denke ich nur ans Deppenleerzeichen.

Bei faz.net  dann hapert es an der Kommasetzung:
Relativsatz

Dieses Versprechen klingt gut:
Floskelscanner

Aber Wörter wie “CD-Rom”, “Phrasenkiller”, “Stil-Mentor” oder “Zielgruppen-Profiler” lassen mich so zusammenzucken, dass mir fürs Erste die Lust am Testen des kostenlosen Downloads vergangen ist. Denn ich frage mich, ob der wundertätige Floskelscanner über diesen Text und alle anderen Ankündigungstexte gelaufen ist.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine Software allein nicht reicht, um Schreibkompetenz zu beweisen, Symapthie zu gewinnen und einen ausgezeichneten Eindruck zu hinterlassen.


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