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Spannende Sprachthemen
Rechtschreibung, Kommasetzung, Grammatik — zum Gähnen langweilig? Ganz im Gegenteil, ein sehr spannendes Thema. Anders lässt es sich nicht erklären, dass zu diesem Beitrag 437 Kommentare geschrieben wurden.
(Herzlichen Dank dem Lehrerfreund für den Link!)
Noch vor ein paar Tagen wähnte ich mich im exklusiven Kreis einiger weniger Sprachverrückter, als wir in einem Forum hingebungsvoll über die Feinheiten einer Grammatikfrage disktutierten. Ich freue mich, dass sich erheblich mehr Leute Gedanken über Sprach- und Schreibgewohnheiten machen, als ich bisher annahm.
Aber ich betone gerne immer wieder, dass die Befolgung irgendwelcher Sprach- und Schreibregeln kein Selbstzweck ist.
In einem Kommentar heißt es über jemanden, der sich um ordentliche Rechtschreibung auch in einer E-Mail bemüht: “... da hat sich ja jemand mal Mühe gemacht.”
Das ist der springende Punkt. Schreiben soll der Kommunikation dienen. Und Kommunikation funktioniert besser, wenn einige Spielregeln beachtet werden. Eine vielleicht altmodische, aber nicht zu verachtende Regel ist Höflichkeit. Dass ich mir Mühe gebe bei Form und Inhalt dessen, was ich schreibe, zeigt den Empfängern meiner Botschaft, dass sie mir wichtig sind.
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Ein manueller Trackback (der Ping scheint aus einem unerfindlichen Grund nicht zu funktionieren):
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Wenn man “den Leuten” begreiflich machen könnte, dass durch schludrige Sprachbenutzung Jahr für Jahr Milliarden Euro verschwendet werden - durch schlichte Missverständnisse! Präsentationen bei Meetings enthalten Fehler, sind unpräzise, E-Mails übermitteln Anweisungen, die falsch verstanden und entsprechend falsch ausgeführt werden oder die zumindest der Nachfrage bedürfen, auch deutsche Bedienungsanleitungen - von irgendwelchen Übersetzungen nicht zu reden -, die von Deutschen gelesen werden, sind häufig unverständlich.
Hinweis auf volkswirtschaftliche Schäden - das ist wohl das Einzige, womit man noch Gehör finden könnte. Aber wer führt mal so eine Schäztung der Kosten durch?
Das wäre wirklich mal ein interessantes Projekt. Die vorherrschende Meinung ist wohl immer noch: Schreiben kann jeder.