« « Wunderschön
Festival der Sprachen » »
Rezepte für gute Texte
Ania Dornheim verrät in einer übersichtlichen Grafik einige Rezepte gegen schlechte Texte.
Ergänzen möchte ich noch ein Rezept für gute Texte: Für den Empfänger schreiben.
Ich arbeite zum Beispiel ehrenamtlich für eine Organisation, deren E-Mails mich regelmäßig zusammenzucken lassen. Jeder einzelne Satz darin ist durchaus höflich formuliert, ein wenig steif und bürokratisch vielleicht.
Insgesamt wirken die E-Mails jedes Mal abschreckend auf mich. Meistens wird mir nämlich vorgehalten, ich hätte irgendeine Frist verpasst, und nun habe man so viel zu tun, dass man mir erst nach vielen Wochen etwas zuschicken könne. Die Verfasser dieser Mails vergessen offenbar völlig, dass es mir persönlich völlig gleichgültig ist, was das für Fristen sind. Ich erledige ehrenamtlich lästigen Papierkram und erwarte dafür ein ganz klein wenig Dankbarkeit, aber bestimmt keinen Rüffel. Mich als Empfänger interessiert es kein bisschen, dass die Absender gestresst oder sonstwie verärgert sind.
Aber es gibt ja inzwischen Bürokraten, die verstanden haben, wie unangenehme Mitteilungen sprachlich gut verpackt werden können.
Kommentare: (per RSS abonnieren)








Als Ergänzung hier noch ein ganz nützlicher Link zum Thema Unternehmenskommunikation: Wie spricht Ihr Unternehmen?