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Ines Balcik, Sprachblog

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Rechtschreibregeln und Schreibwirklichkeit

Gestern hörte ich im Radio zufällig eine Sendung zur Rechtschreibreform. Anlass für die Sendung war, dass die neuen Regeln seit einem halben Jahr gelten (sollten).

Ein Lehrer lieferte den für mich wichtigsten Beitrag. Er sagte nämlich, dass Rechtschreibregeln und Schreibwirklichkeit immer weiter auseinander klaffen.

Über dem Streit um Regeln wird auch meiner Ansicht nach nur zu oft vergessen, dass Rechtschreibregeln vor allem der besseren schriftlichen Kommunikation dienen sollten und keinen Selbstzweck haben. Viele der Regeln setzen Grammatikkenntnisse voraus, die kaum noch jemand besitzt.

Vermutlich erwecke ich im Sprachblog mit meinen besserwisserischen Einträgen den Eindruck, dass ich einen konservativen Sprachgebrauch unterstütze. Aber mit geht es nicht um Bewahrung des Althergebrachten um jeden Preis. Mir geht es um einen achtsamen Umgang mit geschriebener Sprache.

Auf eine Rechtschreib- und Grammatikreform, die den Namen wirklich verdient, werden wir dagegen noch lange warten müssen.


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Ehrlich gesagt gebe ich nichts auf jedeweden “Beschluß”, der da derzeit unausgegoren in die Bevölkerung gekippt wird. Ich schreibe meinen “angelernten” Stil weiter. Und bisher hat sich da noch niemand beschwert.



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