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Online
Der Duden übernehme zu leichtfertig gängige Umgangssprache und mache sie damit salonfähig, wird gerne kolportiert. Darüber zu streiten, wann ein Ausdruck gesellschaftsfähig wird, überlasse ich gerne anderen. Ich frage lieber, weshalb manche Dudenempfehlungen nicht beachtet werden.
Mir geht es speziell um das Wort online (die Aktion Lebendiges Deutsch sucht übrigens deutsche Entsprechungen für online und offline). Inzwischen sind 58% der Deutschen online, das Wort online verzeichnet der Duden bereits seit 1996.
Seit 1996 auch führt der Duden beharrlich Zusammensetzungen auf wie Onlinebetrieb, Onlinedienst, Onlineshopping, Onlinebanking. Der Duden traut also seinen Nutzerinnen und Nutzern durchaus zu, mit online zusammengesetzte Wörter lesen zu können, ohne dass ein Bindestrich eingeschoben wird. Damit bildet die Dudenredaktion eine einsame Ausnahme. Viel weiter verbreitet ist nämlich die erlaubte, aber unnötige Schreibweise mit Bindestrich: Online-Angebot, Online-Dienst etc.
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An der Leine und Ab der Leine.
Das war leicht. Hab ich jetzt gewonnen?
Klar doch, so wird auch gleich die Frage nach dem Bindestirch gelöst: An-der-Leine-Bankführung, An-der-Leine-Einkaufen. Setzt sich bestimmt durch! ;-)