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Ines Balcik, Sprachblog

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Gelinkt und verlinkt

gelinkt

„Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte der gelinkten Seiten haben.“ Dieser Satz ist so oder ähnlich auf vielen Websites zu finden. Kein Wunder, wer gibt schon öffentlich zu, dass er absichtlich linkt, also täuscht? Denn „gelinkt“ kommt von „linken“, umgangssprachlich gebraucht für „täuschen“.

Bedenklich und vor allem unlogisch wird es, wenn der Satz um zwei kleine Wörter erweitert ist, wie ebenfalls häufig auf Websites zu finden: „Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte der von uns gelinkten Seiten haben.“

„Verlinkt“ als Partizip zu „verlinken“ im Sinne von „mit einem Link versehen“ wäre in beiden Fällen eindeutig das passendere Wort.


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Autorinnen: Ines Balcik, Elke Hesse