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Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...
Wenn ich im Auto unterwegs bin, lasse ich mich meistens vom Radio berieseln. In den letzten Tagen blieb auch etwas von dieser Berieselung an mir haften, nämlich der Trauring-Generator.
Mein erster Impuls war, das Wort einzuordnen in die Abteilung “Wörter, die die Welt nicht braucht”.
Inzwischen habe ich es mir anders überlegt. Das Wort bringt mich zum Lachen, also ist es gewiss nicht überflüssig. Denn seien wir ehrlich: Wer hat schon etwas zu lachen? Außerdem ist der erste Werbezweck erreicht: Das Wort hat sich mir eingeprägt. Dummerweise gehöre ich nicht zur Zielgruppe, denn ich habe meinen Trauring schon seit mehr als zwanzig Jahren und gedenke noch dazu, ganz spießig und sparsam für den Rest meines Lebens mit diesem einen auszukommen.
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Trauring-Generator? Das ist ja mal ein Wort. Da muss ich absolut an Star Trek denken. „Computer? Ich hätte gerne einen Trauring. In Platin. Mit einem überdimensional großen Brillanten bestückt. Halt was zum Angeben.“ Und ... zack: Schon materialisiert sich der gewünschte Trauring. Aber das würde vermutlich nur auf dem Holo-Decke funktionieren. Oder wie?
Oder ist das Ding, also, dieser Trauring-Generator am Ende was ganz anderes? Vielleicht kann man damit den typgerechten Trauring auswählen. „Für die elegante Dame in Rot empfiehlt sich exakt dieser Trauring in filigranem Weißgold, der natürlich nur ganz zufällig der Teuerste unserer Kollektion ist.“ Fragen über Fragen. Aber ganz offensichtlich eine gar nicht mal so schlechte Werbeaktion, immerhin eignet sich das Wort dazu, sich darüber lustig zu machen.
Und man könnte geradezu ein Gesellschaftsspiel aus der Frage machen, wozu so ein Trauring-Generator wohl gut ist. Und weil wir wahrscheinlich die Auflösung nie erfahren werden, kann man jahrelang lustige Spekulationen aufstellen. ;o)
Vielleicht ließe sich auch über einen Partner-Materialisator nachdenken? ;-)