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Ines Balcik, Sprachblog

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Das war’s

Offiziell gilt noch immer das Präteritum als Erzählzeit der deutschen Sprache, auch wenn es in der Alltagssprache längst vom Perfekt abgelöst wurde.

Das kurze Wörtchen “sein” beansprucht dabei offenbar einen Sonderplatz. Denn hier greift die Plusquamperfektform “war gewesen” immer mehr um sich, und zwar sowohl in der gesprochenen als auch in der geschriebenen Sprache. Ich vermute, dass vielen das normalerweise völlig ausreichende “war” zu kurz vorkommt und deshalb zu einer Form gegriffen wird, die dem sich ausbreitenden Perfekt dem Aussehen nach ähnelt. Wahrscheinlich bin ich die Einzige, die das wundert und die sich bei Sätzen mit “war gewesen” auf die Suche nach der Vorzeitigkeit macht.


Kommentare: (per RSS abonnieren)

Nicht vom Perfekt, vom Präsens oder gar vom Futur wurde die Erzählform abgelöst. Schlagzeile: “Am Samstag wird in ihrer Wohnung eine Frau überfallen.” Ich kann diesen Unsinn nicht mehr hören. Es gibt gar nichts anderes mehr.


Ein Volk der Hellseher also?


Ich empfinde das genauso. Das geht sogar soweit, daß sich das Plusquamperfekt für mich auch dann falsch anhört, wenn es ausnahmsweise mal nicht falsch verwendet wurde. :)



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Autoren: Jürgen Folz, Klaus Röhe, Ines Balcik; Redaktion: Corinna Löckle-Götz, Joachim Neubold, Arkadiusz Wróbel