Buchstabenklappe
Zum “Schutz ungewollter Buchstaben” gibt es das sehr hübsch anzuschauende Buchstabenasyl (via Akquiseblog). Ich habe gleich zwei Buchstaben, die ich in der Buchstabenklappe abgeben möchte, zwei türkische Buchstaben nämlich, die Opfer der Integration wurden und im Zuge der Germanisierung meines angeheirateten Nachnamens gewöhnlichem c und i weichen mussten: ç [tʃ] und ı [ɯ]. Ich hoffe sehr, dass sie in gut Hände gelangen!
Recht schlicht dagegen präsentiert sich eine Website mit Alternativen zu Anglizismen (via Melody). Über den eigenen Sprachgebrauch nachzudenken, ist sicher nie verkehrt, aber ich gehöre dann doch lieber zu den Bloggern als zu den Netzartiklern. Vielleicht interessiert sich jemand für französische Mannequins und Fingerfood?
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Mit meinem englisch-deutsch zweisprachigem Alltag merke manchmal nicht mehr, in welche Sprache ich was sage…
Ausdrücke kommen nur in einer Sprache in den Kopf und dann kommen gemischte Sätze raus, allerdings manchmal noch weniger gemischt als die Sätze, die man in der Werbung oder so hört…*grins*
Ich verwende gerne von mir kreierte “deutsstämmige”? Wörter in meinen Geschichten und Werken und stelle fest, daß ein englisches Wort für viele Leser “effektiver” ist. Aber nur Leute, die nicht “so zweisprachig” sind und das Wort einfach als gleichwertige Übersetzung ansehen, sondern also Trendy? Passender?
Manchmal hab ich das Gefühl, daß Deutsches als verstaubter angesehen wird und freue mich über die Versuche Anderer, mal was in deutsch auszudrücken.
Manchmal entbehrt es allerdings dann nicht oft unfreiwllliger Komik… weil eben nicht alles kurz oder gleichwertig zu übersetzen ist.
Die deutsche Sprache eignet sich in meinen Augen hervorragend als Modelliermasse für verbale Kreationen in Bandwurmlänge, verknolzter umständlicher (un)genauigeit und alles sowas!
Speziell seit die neualte Rechtschreibung viele Hemmschwellen gelöst hat- nicht nur bei mir :))
Herzliche Grüße!
Vielleicht müsste die Devise lauten:
“Rettet das Englische!” ;-)
Trendy, das sollen englische Wörter im Deutschen wohl sein. Im Nachbarort hat gerade ein “Postpoint” eröffnet, das macht mehr her als eine “Briefmarkenverkaufsstelle” (und passt besser auf ein Schild). ;-)