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Ines Balcik, Sprachblog

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Berlin

Die Informationsflut im Internet verleitet zum schnellen Überfliegen von Texten. So las ich, als ich vor einiger Zeit irgendwo auf den neuen Slogan für Berlin stieß, automatisch “beh Berlin” mit deutscher Aussprache und fragte mich verblüfft, was das bedeuten könnte. Vielleicht gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe der Kampagne? Aber auch der Sprachbloggeur macht sich
Gedanken über den Slogan – und seine Kosten.

Heute Morgen las ich dafür in der Zeitung einen “Badblock” automatisch als englisch ausgesprochenes “bäd” – und war wieder verwirrt, bis ich mir den Textzusammenhang genauer ansah. Auf die Webhose dagegen falle ich nicht mehr herein!

Solche Lesefallen sind gewissermaßen das Salz in der Buchstabensuppe, denn sie verleiten dazu, manche Texte, die man sonst gleich wieder vergessen hätte, doch ein wenig genauer zu lesen. Vermeiden ließen sich Missverständnisse mit der IPA-Lautschrift. Aber dass die sich als internationaler Rechtschreibstandard etablieren wird, glaube ich ja selbst nicht.


Kommentare: (per RSS abonnieren)

Gutes kurzes und verständliches Deutsch wird immer mehr zu Fremdsprache.

Ich lese gerade “Deutsch für Kenner” und ich muss sagen, der Mann hat in allen Bereichen recht. Wenn ich in der Straßenbahn morgens und abends fahre, dann graust mir regelmäßig wie sich Jugendliche verständigen. (Ich höre mich gerade wie mein Opa vor 20 Jahren an.) Sicherlich verändert sich Sprache, denn Sprache lebt - aber bitte nicht _so_ wie die aktuelle Entwicklung geht.


Auch “wir sind Sprache”, wir alle prägen unsere Sprache mit. ;-)


Hallo
JA die Sprache lebt, aber wie lange noch? Was mir aufgefallen ist, es werden nicht mehr ganze Worte gesprochen, sondern immer nur die häflte, das macht mich verrückt.



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Autoren: Jürgen Folz, Klaus Röhe, Ines Balcik; Redaktion: Corinna Löckle-Götz, Joachim Neubold, Arkadiusz Wróbel