« « Gute Reden
Aufsteigen » »
Bedauern
Ich bedaure ohne Zeitverzögerung jetzt und sofort, dass der Briefschreiber sich nicht mit der Kommasetzung bei Haupt- und Nebensätzen auskennt.
Ist doch ganz einfach: Ein eingeschobener Nebensatz (“dass Sie sich noch gedulden müssen”) wird von Kommas eingeschlossen. Das “und” gehört zur Aufzählung der beiden Prädikate des Hauptsatzes (“Wir bedauern ... und bitten”) und hat mit der Kommasetzung in diesem Satz nichts zu tun.
Kommentare: (per RSS abonnieren)








Nach meiner Empfindung hat diese Unsitte mit Einführung der Rechtschreibreform erheblich zugenommen.
Wenn man jemanden darauf hinweist, bekommt man zu hören: “Das ist jetzt so: Bei “und” kein Komma!”
Durch das Hin und Her bei der Reform hat sich anscheinend bei vielen Halbwissen als unumstößliche Wahrheit festgesetzt. ;-)
Ich glaube, es liegt nicht am Hin und Her, sondern allein daran, dass man überhaupt diese (völlig unnötige!) Reform angezettelt hat.
An den Kommaregeln hat sich durch die “Reform der Reform” kaum etwas geändert.
PS: Sendet man einen Kommentar ab, ohne die E-Mail-Adresse eingetragen zu haben, so erscheint der Text, man müsse seine “Email-Adresse” eintragen.
Ist denn der Autorin der Unterschied zwischen “Email” und “E-Mail” nicht bekannt?
In einem Sprachblog finde ich das schon etwas verwunderlich.
Gehört hat die Autorin vom kleinen Unterschied, darüber geschrieben auch.
Und sie weiß, wie sehr sich Sprachblogleser freuen, wenn sie Fehler finden. ;-)