Amtsdeutsch
Die Frankfurter Rundschau berichtet über IDEMA (Internet-Dienst für eine moderne Amtssprache). Mit diesem Projekt möchten Wissenschaftler der Universität Bochum aktiv zu einer verständlicheren Verwaltungssprache beitragen.
Schreiben ohne aufgeblasene Behördensprache wirken viel sympathischer. Davon konnte ich mich gestern selbst überzeugen, als ein Familienmitglied einen Strafzettel aus Frankfurt mitbrachte. Freundliche Sätze auf der Rückseite und, man höre und staune, ein Smiley im Text mindern den Verdruss über das Knöllchen deutlich: „Wir würden uns jedenfalls
, wenn wir Ihnen künftig keine Verwarnung mehr erteilen müssten.“
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Aufgeblasen ist die Sprache in folgendem Fall nicht, im Gegenteil, zu kurz angebunden, so zack-zack, eiskalt. Es geht um Einladungen, hoch offizielle, zu ich-weiß-nicht-was-für Ehrungen,Veranstaltungen etc.. Da soll man dann wahlweise ankreuzen:“Ich nehme teil” oder “Ich nehme nicht teil”. Vielleicht tut es einem ja leid, daß man nicht teilnehmen kann und würde das gern zum Ausdruck bringen? Höflicher wäre es allemal. Also füg’ ich da manchmal von Hand ein “leider” ein. Erst einmal habe ich das Wörtchen “leider” im gedruckten Text vorgefunden.