« « Proaktiv
Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe » »
Als wie
Wie nach Komparativ heißt immer als, so hat mal irgendjemand den Gebrauch von als und wie in eine griffige Formel gefasst. Ein Beispiel: Sie ist so groß wie er, aber ihr seid größer als sie.
Sogar eine Webpräsenz widmet sich dem Thema: wie-als.de.
Aber was ist mit der Wortfolge als wie? Für die einen ist sie ein Sprachfehler minderbemittelter Durchschnittsdeutscher, für andere ein Beweis für den Niedergang der deutschen Sprache durchs TV.
Vor rund 200 Jahren war alles anders, denn Goethe durfte noch ungestraft schreiben:
Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.
Kommentare: (per RSS abonnieren)







“Als wie” im aktiven Sprachgebrauch - das ist sicher die einzige Gemeinsamkeit, die Heidi Klum mit Goethe hat. So ganz falsch kann es also nicht sein (nur so gut wie).
Aber wie sieht es mit “wie” im Komparativ aus? War das noch nie korrekt? Im Dialekt war es jedenfalls noch nie verkehrt ...
Standardsprachlich gilt das als falsch. Ich weiß leider nicht, ob das einmal anders war.
Für mich ist das eine dialektal gefärbte Form (Rheinland), bzw. der Versuch, Hochdeutsch zu reden. Im Dialekt “is älter wie ich” wird im Pseudo-Hochdeutsch zu “ist älter als wie ich”.
Klingt plausibel. :-)