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Ines Balcik, Sprachblog

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Abgesang auf “denn”

Nein, ich beklage mich nicht darüber, dass sich weil im täglichen Sprachgebrauch längst von der unterordnenden zur nebenordnenden Konjunktion gewandelt hat.
Nein, ich stelle auch keine Spekulationen darüber an, wann der Duden dieser Wandlung des Sprachgebrauchs Rechnung trägt und weil mit Hauptsatz als standardsprachlich korrekt anführt.

Ich möchte lieber das kleine Wörtchen denn ein bisschen aus dem Schatten rücken. Obwohl es klein ist, kommt es so selten in der geschriebenen Sprache gar nicht vor, wie ein Blick auf Google zeigt. Und — Überraschung — kaum weniger als weil.

Aber wer so kurz ist wie denn, wird gerne links liegen gelassen. Mein Herkunftswörterbuch kennt es überhaupt nicht. Der 9. Dudenband widmet ihm immerhin ein paar Zeilen, stellt aber lapidar fest: “Als Vergleichspartikel ist denn veraltet.” Außerdem mäkelt er am umgangssprachlichen temporalen Gebrauch von denn statt des richtigen dann herum.

Wenigstens gibt es längst ein prominentes Denkmal für denn: ... Denn sie wissen nicht, was sie tun.


Kommentare: (per RSS abonnieren)

Muss i denn zum Städtele hinaus. Sogar Elvis hat das Wort benutzt. :)


Na denn ..



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