Sprachblog von ib-klartext.de

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Randnotizen zu Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und überhaupt zu Sprache – gebloggt seit 2004

Grafik: Jesus Sanz/Shutterstock.com

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Wer mit dem Dativ tanzt ...

Wie dem auch sei

Wer mit dem Dativ tanzt, darf mit Überraschungen rechnen – und sich durch das Bild an das Christian-Morgenstern-Gedicht Der Werwolf erinnert fühlen.

Seit einiger Zeit verfolgt mich die Wendung „Dem ist nicht so“. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach ist sie ziemlich beliebt. Mir, ich sage es gleich, ist sie sie nicht sehr sympathisch. Aber so ist das mit dem Sprachwandel (seit Jahren schon wundere ich mich z. B. über welche und gleich noch einmal welche). Veränderung heißt nicht, dass sich nur völlig neue Sprachphänomene zeigen. Manchmal kommen auch Wendungen, die man längst mehr oder weniger ausgestorben wähnte, zu neuen Ehren. Vielleicht ist es ähnlich wie bei Vornamen, bei denen mitunter altehrwürdige Namen wieder unter den aktuell beliebtesten Namen auftauchen.

Aber zurück zu „Dem ist nicht so“: Wie erklärt sich eigentlich der Dativ in dieser Wendung?

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Bildwörterbücher Arabisch und Grammatik Deutsch

Ein Buch in den Händen zu halten, an dem man selbst mitgearbeitet hat – sei es als Autorin, Lektorin oder Redakteurin – ist immer ein besonderer Moment. Deshalb freue ich mich, dass dieses Jahr in dieser Hinsicht bereits gut begann, nämlich mit deutscher Grammatik und zwei Bildwörterbüchern Arabisch. Ein schöner Anlass, die Übersicht über meine Printpublikationen zu aktualisieren.

Bereits im Herbst erschien das umfangreiche Bildwörterbuch Arabisch mit 15.000 Wörtern und Redewendungen. Anfang dieses Jahres sind zwei kleinere Bildwörterbücher dazugekommen, die sich mit 1.500 Wörtern auf den wichtigsten Grundwortschatz konzentrieren und in zwei Ausgaben nützliche Verständigungshilfen für Deutsch- und Arabischsprachige sein können.


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Von Buchstaben zu Sprache

Von Buchstaben zu Sprache

Als ich vor 11 Jahren anfing, im Sprachblog zu bloggen, veröffentlichte ich fast täglich einen Beitrag. Die Prioritäten haben sich längst verschoben. Ein kurzer Blick zurück in die Anfänge des Sprachblogs zeigt: Populär war seinerzeit die Hitliste häufig falsch geschriebener Wörter. Lustiger fände ich heute eine Hitliste grammatischer Fehler, aber die lässt sich weniger leicht erstellen. Letztlich wäre eine solche Liste auch nichts anderes als ein Dokument für Sprachwandel.

Was Sprache ausmacht, wie sich Buchstaben zu Wörtern und Sätzen formen und wie diese Buchstabengebilde menschliche Kommunikation ermöglichen, das ist das eigentlich Faszinierende – und die Konstante im Buchstabenwirbel. Das Buchstabenfoto zu diesem Blogeintrag zeigt ein Detail der faszinierenden Skulptur „Nomade“ von Jaume Plensa, zu finden auf der Bastion St. Jaume in Antibes.

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Gutes Deutsch unterwegs

Gutes Deutsch zum Nachschlagen

Vor vier Jahren noch sehnte ich mich nach der gedruckten Ausgabe des Dudenbandes „Richtiges und gutes Deutsch“, Band 9 der Nachschlagewerke zur deutschen Sprache in der Dudenreihe. Ein unentbehrliches Hilfsmittel für meine Arbeit als Lektorin ist dieses Werk weiterhin, aber meine Präferenzen haben sich geändert. Denn immer häufiger arbeite ich nicht am heimischen Schreibtisch, sondern an wechselnden Orten. Technisch ist das schon lange kein Problem mehr dank Smartphone, Laptop und Cloud-Lösungen. Aber in puncto Arbeitsorganisation hat es einige Zeit gedauert, bis ich mich wirklich wohlgefühlt habe beim mobilen Arbeiten.

DUDEN 1891 0302 PAF1

Inzwischen bin ich zum Beispiel sehr froh darüber, dass es den „grünen Duden“ auch als PDF gibt. In dieser Form kann ich ihn auf allen meinen Arbeitsgeräten nutzen – anders als Apps, die an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden sind. Das digitale „Blättern“ fühlt sich längst vertraut an, die Vorteile der Suche nach einem bestimmten Begriff in einer Datei sind sowieso unschlagbar, wie ich finde. Vor allem ist das Nachschlagewerk so immer dabei, ohne dass ich das mit seinen mehr als 1000 Seiten nicht gerade kleine und leichte Druckwerk im Gepäck herumschleppen muss.

So ändern sich Vorlieben auch bei der Lektoratsarbeit. Wer weiß, wie meine Arbeitsorganisation in vier Jahren aussehen wird.