Tippos und Kamele

Gehören Sie etwa zu den bedauernswerten Menschen, die nicht wissen, was ein Tippo ist? Nun, ich gebe zu, dass ich selbst erst vor wenigen Minuten etwas über die Tippos erfahren habe. Und wenn man sowieso gerade schmunzelt, lohnt es sich auch, gleich noch einen Blick in die Kamelopedia zu werfen. Ganz ernst dagegen ist das.


E-Mails

Ist zwar schon oft verlinkt, kann aber nicht oft genug gelesen werden: E-Mail for you. Im Sprachblog empfehle ich Ihnen natürlich besonders Rechtschreibung und Zeichensetzung.


Rettet das Vollverb

Diverse Rettungsrufe sprachlicher Besserwisser gibt es eigentlich genug. Aber was ich vor kurzem hörte, überzeugte mich dann doch von der Notwendigkeit, hier und heute meine ganz persönliche Rettungsaktion zu starten.

Der Stein des Anstoßes oder vielmehr der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: “Das habe ich mir weg”, aufgeschnappt beim Einkaufen.
Gut, wir müssen alle sparen, aber auch am gesprochenen Wort? In Büchern lese ich verkümmerte Sätze wie “Sie sind nach Hause”. Mein eigener Sohn schließlich fragt mich: “Mami, kann ich Computer?”
Fehlt da wirklich nur mir etwas?

Unnötigen Ballast abzuwerfen ist gelegentlich befreiend. Aber unsere Verben sind kein Ballast, sie sind inhaltlicher und formaler Dreh- und Angelpunkt unserer Sätze.
Nicht umsonst haben uns seinerzeit unsere Grundschullehrer aufgetragen, möglichst viele andere Verben zu finden, die man zum Beispiel für gehen verwenden kann. Denn die Verben sind es, die jeden Text aussagekräftig und lebendig machen.
Auch die Grammatik unterstützt diese Behauptung. Die Verschiebeprobe zeigt nämlich wunderbar, wie das Prädikat die Achse bildet, um die herum ein deutscher Satz gebildet wird.

Die Eigenheiten der deutschen Grammatik bringen es mit sich, dass das Prädikat aus mehreren Wörtern bestehen kann (2 Wörter: Wir haben gerufen. 3 Wörter: Ich werde gegessen haben). Aber das ist doch kein Grund, nur Hilfs- und Modalverben überleben zu lassen. Rettet also unsere Vollverben!


Die Kunst der Fuge

Auf musikalischem Gebiet gilt Johann Sebastian Bach als Meister der Fuge. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Fugen auch in vielen weiteren Gebieten verfügbar sind oder auch ihren Unfug treiben. Da dürfen sprachliche Fugen wie in Lebenslauf natürlich nicht fehlen.

Ganz allgemein kennzeichnen Fugenzeichen die Verbindungsstellen in zusammengesetzten Wörtern. Manchmal handelt es sich bei den Fugenzeichen um Buchstaben, die früher einmal aus Grammatikgründen notwendig waren, manchmal haben sie eine inhaltliche Aufgabe. Sehr oft haben die Fugenzeichen aber keine besondere Funktion. Das macht den Umgang mit ihnen nicht leichter, denn es gibt folglich auch keine festen Regeln.

Wer unsicher ist, kann sich oft an ähnlichen Wortbildungen orientieren. Gelegentlich gibt es auch ganz offiziell zwei gültige Schreibweisen, einmal mit, einmal ohne Fugenzeichen: Körperschaftssteuer, Körperschaftsteuer.


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