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Ines Balcik, Sprachblog

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Lektionen aus der Selbstständigkeit

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade Lektionen aus der Selbstständigkeit, ausgerichtet von Positionierungs-Coach Heide Liebmann.

Lektion 1
Ginge alles im Leben nur glatt, müsste man misstrauisch werden. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an Polykrates und sein unglaubliches Glück (wer zur Auffrischung Schillers Ballade dazu lesen möchte, klicke bitte hier: Der Ring des Polykrates). Nun bleibt zwar in der Ballade offen, wie es dem glücklichen Polykrates in der Folge erging, aber das gewaltsame Ende des historischen Tyrannen gleichen Namens lässt nichts Gutes ahnen. Und die Moral aus der Geschicht’ ist sowieso klar: Ohne Stolpersteine geht es auch in der Selbstständigkeit nicht. Zum Glück darf man diese meist ohne blutige Nase oder Schlimmeres überwinden und daraus lernen.
Denn eins steht fest. Wie gut auch immer man sich auf die Selbstständigkeit vorbereitet hat und wie lange auch immer man schon dabei ist: Schwarze Löcher, offene Fragen und unerwartete Situationen gibt es stets aufs Neue.

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Drin oder drinnen?

drin, drinnen, draußen?


„Mehr war aber nicht drinnen“, las ich neulich – und mein Sprachgefühl meldete Unbehagen. Warum eigentlich? Drinnen ist ein ganz normales Adverb, das in jedem Wörterbuch der deutschen Sprache verzeichnet ist. Außerdem finden sich im Internet tausende Belege für diese Wendung, hier ein Screenshot als Beweis:

drinnen

So leicht wollte ich mich aber nicht zufriedengeben, denn in meinen Ohren klingt „Mehr war nicht drin“ vertrauter. Schließlich stellte einst im biblischen Internetjahr 1999 Boris Becker die legendäre Werbefrage: „Bin ich schon drin?“

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E-Book: Stockdunkel

Stockdunkel
Stefan Debus: Stockdunkel. Ein Handbuch für Blinde zum Thema Mobilität

Die Frankfurter Buchmesse 2013 hat gerade begonnen, das ist ein guter Anlass, im Sprachblog ein Buch vorzustellen.
Warum gerade dieses Buch? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Abgesehen davon, dass ich die Entwicklung der E-Book-Herstellung aus Lektorensicht seit rund zwei Jahren verfolge und begleite, habe ich den Autor beim Veröffentlichen unterstützt und während der Zusammenarbeit viel gelernt (Solche Projekte sind die besten!). Denn geschrieben hat das Buch Stefan Debus, Klavierstimmer, Studierender, blind. Für mich war es das erste Mal, dass ich mich mit Publikationen für Sehbehinderte beschäftigt und mit einem vollständig erblindeten Autor zusammengearbeitet habe.

Ein E-Book für Blinde, kann das funktionieren?

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Als die Bücher laufen lernten

Bücherlauf 2013 in Frankfurt

Zwei Vorlieben – Beruf und Hobby – miteinander verbinden, das ist eine feine Sache. Zufällig sah ich im Frühjahr auf dem Gelände des mediacampus frankfurt ein Plakat, das den 12. Bücherlauf ankündigte, und war überrascht und begeistert zugleich. Überrascht, weil mir der Bücherlauf bis dahin unbekannt war, begeistert, weil Bücher noch viel mehr Teil meines Lebens sind als das Laufen, das ich erst vor einigen Jahren für mich entdeckt habe. Der Entschluss war schnell gefasst: Ich wollte beim nächsten Bücherlauf mitmachen, einige Kolleginnen schlossen sich bald an. (Bücher muss während des Laufs übrigens niemand schleppen.)

Bücherlauf

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Immer Ärger mit dem Komma

Am 22. Mai 1931 wurde die Postkarte geschrieben, die auf dem Bild zu sehen ist. Der Text liefert einen Beleg dafür, dass sich einige Kommaprobleme in fast 80 Jahren erstaunlich wenig geändert haben.

Postkarte von 1931

Entdecken lässt sich ein falsches Komma zwischen mehrgliedrigem Adverbial und Prädikat („mit ... Schulgang, senden wir“). Im Gegenzug fehlt das Komma vor dem dass-Satz. Ich vermute zumindest, dass diese Kommaregeln seinerzeit nicht anders waren als heute.

Auch ein Apostroph zwischen Eigennamen und Genitivendung war offensichtlich damals schon beliebt, es ist gleich mehrfach auf der Karte zu finden („Else’s“ zum Beispiel). Die s/ß-Schreibung war wohl doch nicht so eindeutig, wie wir heute meist unterstellen: Grüße hätte ich nicht unbedingt als „Grüsse“ zu finden erwartet.

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PONS Grammatik kurz & bündig Arabisch: Der Klassiker zum schnellen Nachschlagen (2012)

Eine Grammatik, die einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen der arabischen Hochsprache gibt. Alle Beispiele sind sowohl in arabischer Schrift als auch in Umschrift angeführt.

Autorin: Ines Balcik