Besser schreiben: Schreibstil
Eine Woche ist es bereits her, dass die Zeit sich in einer Beilage des Schreibstils annahm. Die erste der 20 Lektionen, die Wolf Schneider, Altmeister der Sprach- und Stilkritik, in der Beilage gibt, ist inzwischen online: Im Anfang war das Tun. Warum wir die Verben lieben sollten. Auch der einführende Artikel kann online gelesen werden: Die Sprache ist eine Waffe.
Über Wolf Schneiders Ansichten zur Sprache kann man unterschiedlicher Meinung sein. Empfehlenswert ist die Lektüre der Artikel sicherlich für alle, die sich über den eigenen Umgang mit Sprache Gedanken machen und ihren Schreibstil pflegen und verbessern möchten. Sprache sollte liebevoll behandelt und gepflegt werden, in diesem Punkt stimme ich Wolf Schneider völlig zu. Wenig Verständnis habe ich allerdings für einige seiner Klagen, zum Beispiel die über „Wortschwund und Wortverfälschung“. Ich halte es für ein gutes Zeichen, dass sich Sprache wandelt: Sie ist lebendig!
Dass ein ständiger Generationenwandel in Sprechern und Sprachstil stattfindet und neue Generationen Sprache anders empfinden, kann ich ebenfalls nicht verwerflich finden. Ich selbst komme mir manchmal sehr alt vor, wenn ich mit meinen vor rund 20 Jahren geborenen Söhnen spreche. Wolf Schneider wurde im selben Jahr geboren wie meine Mutter. Kein Wunder, dass er durch wieder völlig andere Sprach- und Schreiberfahrungen geprägt wurde.
Wunderbare deutsche Sprache
Das lokale amtliche Mitteilungsblatt ist mir ein immerwährender Quell sprachlicher Freude. Zurzeit hat es mir der Hundekottütenspender angetan. Was soll ich mehr preisen: eine Behörde, die ein solches Wort prägt und verbreitet, oder die deutsche Sprache, die derartige Wortverbindungen voller Poesie erst ermöglicht?
Welche Variationsmöglichkeiten sich darüber hinaus eröffnen: Denkbar wäre auch ein Hundekot-Tütenspender, Hundekottüten-Spender usw. usf. Eine Spende ist grundsätzlich zu begrüßen, nicht wahr? Der eine spendet Samen, der andere Kot, wieder andere spenden Tüten oder sogar Wörter.
Gefunden!
An Ostern werden Eier gesucht, dieser Tradition schließt sich auch das Sprachblog endlich an. Schokoladeneier sind zwar nicht unter dem Suchergebnis, dafür präsentiere ich euch einige hübsche, bunte Spracheier, die mir in den letzten Tagen begegnet sind. Voilà!
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Ein Tritt in den Sprachhintern könnte hier nicht schaden.

Endlich! Die Sprache der Beine hat mir in meiner Sprachensammlung noch gefehlt.
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Ich spendiere ein n.
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Einbeinfreie Qualität – was will man mehr?
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Wer mag Brokkoli?
Vor einigen Wochen ging der Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt!“ zu Ende, bei dem Jung und Alt ihr Rechtschreibwissen beweisen sollten (das Abschlussdiktat gibt es hier zum Anhören, dazu die Auflösung als PDF).

Weshalb sind eigentlich Diktate in Deutschland so beliebt? Gedanken über Rechtschreibung macht man sich natürlich auch in anderen Ländern. In den USA zum Beispiel sind Buchstabierwettbewerbe sehr verbreitet, wie wir dank Lisa Simpson wissen. In Deutschland haben sie sich dagegen kaum etabliert.
Wie bilde ich ein Adverb?
Was ist denn das?
Wie in der englischen Sprache Adverbien regelmäßig gebildet werden, haben wir alle in der Schule gelernt: Man nehme ein Adjektiv und füge die Endung -ly an. So weit, so gut.
Über deutsche Adverbien wissen wir meist deutlich weniger gut Bescheid. Aber das ist auch kein Wunder, denn sogar die dicke Dudengrammatik, selbst alles andere als leichte Kost, bezeichnet Adverbien wortwörtlich als „schwierige Wortart“.







